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Nachricht vom 03.10.2017    

Verrückte Irrtümer zwischen Mann und Frau

Wenn man an Meerjungfrauen denkt, dann denkt man an weibliche Schönheiten, die hitzige Männer mit der magischen Kraft ihrer bezaubernden Stimmen in die Tiefe des Meeres locken. Ja, sie haben es geschafft. Sie sitzen, singen und locken jeden Mann, der vorbeifährt, in geheimnisvolle Tiefen, aus denen es kein Zurück gibt.

Publizistin Jane Uhlig

Region. Vermutlich haben sie ihren Glauben an lebendige Beziehungen weggeschmissen und meinen die Tiefe im Meer zu erschaffen. Vielleicht scheint es hier ja wenigstens etwas Tiefe zwischen Mann und Frau zu geben? Das ist nämlich die Frage, die sich immer mehr Menschen stellen, gerade dann, wenn es um die Tiefe von Beziehungen geht.

Frauen und Männer, meist um die Vierzig, stellen sich die Frage, wie sie denn nun ihren Traumpartner fürs Leben noch finden können. Jahraus, jahrein ziehen sie Abend für Abend und Tag für Tag los, mit dem Ziel den passenden Partner am besten heute noch anzulocken. Aber leider vielfach erfolglos. Zwischendurch gibt es dann so einige Ab- und Zu-Beziehungen. Manchmal auch längere. Und wie oft höre ich dann das Resultat „Aber ich fühle nichts. Er oder sie ist es nicht. Oder: Das ist doch nicht mein Typ." Und schon geht die Suche weiter. Meerjungfrauen haben's hier einfacher. Sie locken ohne Tiefe in die Tiefe.

Dennoch stehen die großartigen Kriterien bei Frau und Mann fest. Oft erzählen sie, fast schon ohne Luft zu holen, wie denn der passende Partner fürs Leben zu sein hat. Die meisten Männer wünschen sich eine Frau, die 10 bis 15 Jahre jünger sein sollte, sowie schön, klug und lustig; daneben sollte sie sich extrem gut in der Küche behaupten. Frauen hingegen sprechen von gestandenen, erfolgreichen Männern, die muskulös gebaut sein sollten – vor allem Arme und Schultern –, viele Reichtümer besitzen und immer für sie da sind. Und auch die Frauen bevorzugen mittlerweile viel jüngere Männer, bloß nicht älter als sie selbst.

Beim Zuhören wird es einem manchmal schaurig zumute, da die Kriterien zur Partnersuche, ausschließlich aus äußerlichen Kriterien bestehen. Hinzu kommt, dass sich diese Kriterien ziemlich kontrovers zwischen Frau und Mann anhören. Wie sollen denn da noch tiefgreifende Beziehungen entstehen? Die Vorstellungen laufen also ziemlich auseinander.



Und wie steht es mit der Innerlichkeit? Für innerliche Kriterien scheint kein Platz zu sein. Und was sollte Frau oder Mann denn eigentlich in der Beziehung fühlen? Bei dieser Frage zuckt der Mund und es sprudelt nicht mehr so wortreich daher. Gefühle in der Innerlichkeit? Das ist schwierig. Für Meerjungfrauen ist das einfacher, sie singen und locken immer weiter. Nichts kann den Weg des Mannes in die Tiefe stören.

Aber warum gibt es überhaupt Kriterien? Braucht man die überhaupt? Denn letztlich geht es bei dieser Art von Suche nach äußerlichen Kriterien doch immer nur um die Bedienung des eigenen Egos und so lange das eigene Ego bedient werden soll, so lange ist auch keine reife und tiefe Partnerschaft möglich. Und der Traumpartner auch nicht in Aussicht. Für Meerjungfrauen ist das kein Problem. Sie brauchen keine Kriterien, denn sie locken jeden Fahrer auf der See.

Sollte es dennoch mit den Kriterien beim Partner klappen, verliebt man sich erst einmal in die reichhaltigen Kriterien. Und wenn man dann so richtig satt davon geworden ist, fehlen auf einmal die Gefühle. Wo sind sie nur hin? Vermutlich bei den Kriterien. Und wo keine Tiefe ist, ist Leere. Leblosigkeit und Abhängigkeit. Das kann den Meerjungfrauen nicht passieren. Leer sind sie niemals und der Tiefe so nah.

Und zum Schluss klingt alles ein bisschen verrückt. Deshalb einfach mal alle Kriterien und Glaubensmuster wegschmeißen und neue aufstellen! Aber nicht so wie die Meerjungfrauen!
Ein Gastbeitrag von Jane Uhlig (Publizistin, Hypnose Coach)


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