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Nachricht vom 25.01.2018    

Drei Tage Unterricht zum Thema Verkehrssicherheit am FvS-Gymnasium

In der Feuerwehrhalle in Betzdorf war der Fahrsimulator des Landeskriminalamtes Mainz aufgebaut und wurde im Zuge der Präentionsarbeit des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums rege genutzt. Mehr Sicherheit auf den Straßen fängt mit dem eigenen Verhalten an. Bei jungen Fahrern ist oftmals die Selbstüberschätzung Grund für folgenschwere Unfälle.

Sonst 100 Euro, beim Training erwünscht: Das Benutzen des Handys während der Fahrt. Für die Jugendlichen der MSS 11 führte dies jedoch in den meisten Fällen zu einem Unfall, zum Glück nur virtuell. Foto: Schule

Betzdorf. 161 Verkehrstote 2016 (die Zahlen 2017 sind noch nicht veröffentlicht) in Rheinland-Pfalz - obwohl der Trend nach Angaben des Innenministeriums leicht rückläufig ist, so ist jeder Unfalltote einer zu viel. Grund genug, weiter intensiv Präventionsarbeit zu betreiben, zum Beispiel für die Gruppe der "jungen Fahrer" im Alter von 18 - 24 Jahren. Obwohl sich die Anzahl der tödlich Verletzten im Jahr 2016 verringerte, so ist im selben Zeitraum die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen diese Altersgruppe beteiligt war, um 10 Prozent auf knapp 32.000 gestiegen.

Seit langem engagiert sich auch das Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf in der Präventionsarbeit zur Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler. Von Dienstag bis Donnerstag fanden in diesem Zusammenhang Veranstaltungen für die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 11 in der Halle der Feuerwehr Betzdorf statt. Zentrales Element war der Fahrsimulator des Landeskriminalamts Mainz. Unter der Leitung von Andreas Schmidt (Obmann für Verkehrserziehung am Gymnasium Betzdorf) und Jürgen Winkel (Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Betzdorf) erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fahrsituationen mit verschiedenen Gefährdungsmomenten durchzuspielen: Verschiedene Alkoholkonzentrationen, unterschiedliches Wetter, Handynutzung während des Fahrens.

Die erlebten Situationen, oft mit virtueller Unfallfolge, sollen aufrütteln und vor einem der zentralen Punkte waren, der oft hinter den bekannten Unfallursachen wie Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen steht - die Selbstüberschätzung. Gerade im Alter von 18 - 24 ist dies eine nicht unübliche aber oft folgenreiche Eigenschaft junger Fahrer.



Neben dem Fahrsimulator war zudem die Ausstellung "Schatten" des ADAC aufgebaut. Auf lebensgroßen Silhouetten sind die Geschichten von sechs jungen Fahren und deren Unfällen mit Todesfolge abgedruckt und vermittelten auf eindringliche Weise, dass die Überzeugung "Mir wird schon nichts passieren" in einer Katastrophe enden kann, nicht nur für einen selbst, sondern auch für Familie und Freunde.

Um zu gewährleisten, dass alle Mitglieder der Stufe den Fahrsimulator selbst erleben konnten, wurde das Programm während der drei Tage insgesamt sechsmal durchgeführt. Die ersten Durchläufe zeigten bereits, dass die Schülerinnen und Schüler den Fahrsimulator nicht einfach als ein lustiges Computerspiel betrachteten. Auch wenn das Blickfeld auf den Monitoren beim Fahren unter Alkoholeinfluss stark eingeschränkt war, waren sie immer bemüht, ein bestmögliches Fahrverhalten zu zeigen. Dass es dennoch sehr häufig zu einem Unfall kam, machte Situation für die Jugendlichen umso eindringlicher.

Die meisten der anwesenden Schülerinnen und Schülern nehmen momentan noch am "begleitenden Fahren mit 17" teil. Die durchgeführte Veranstaltung soll dazu beitragen, dass alle Teilnehmer/innen sich um ein verantwortungs- und sicherheitsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr bemühen, vor allem wenn sie ab dem 18. Geburtstag alleine oder mit ihren Freunden unterwegs sind. Jedes neue Kreuz am Fahrbahnrand ist eines zu viel. (PM)



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