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Nachricht vom 29.01.2018    

Bockorden-Verleihung an Uwe Geisinger in Herdorf

Ganz im Zeichen der Verleihung des Bockordens stand die erste Karnevalssitzung der KG Herdorf am Samstagabend im Knappensaal. Ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm mit einigen Überraschungen erwartete die Zuschauer. So ist für die Narren an der Heller jetzt klar: Die neue Mutti in Berlin kann nur aus Herdorf-Dermbach kommen.

Ordensträger Uwe Geisinger als die „neue Mutti“ für Berlin. Fotos: anna

Herdorf. Den 29. Bockorden der KG Herdorf erhielt Uwe Geisinger, dessen Einsatz und Engagement für den Karneval im Ort und das Städtchen im Allgemeinen somit nicht unbemerkt geblieben sei, sagte Hans Georg Schmidt - Bockordensträger 2015 - in seiner Laudatio, die er gemeinsam mit Natascha Bohl, der Sitzungspräsidentin von Dermbach durchführte.

Schmidt bezeichnete Geisinger als einen „außergewöhnlichen Herdorfer“ und skizzierte dessen Wirken in Sachen Karneval und der lokalen Politik. Bohl hingegen hatte einige persönliche Dinge über den zu ehrenden herausgefunden und verriet dessen Vorlieben und Abneigungen hinsichtlich kulinarischer Genüsse, was dem Publikum sichtlich Freude bereitete. Auch sei wohl kaum ein anderer Mann so geschickt darin, in Frauenkleidung an den örtlichen KFD-Sitzungen teilnehmen zu können, wie Geisinger. Bohl erinnerte diesbezüglich auch an so manchen Bühnenauftritt des Karnevalisten in Frauenkleidern.

Als Lokalpolitiker sorge dieser mit seinem Humor auch immer für ein gutes Arbeitsklima, er sei diszipliniert, begegne den anderen mit Achtung und Respekt. Mithin konnten Bohl und Schmidt sich Uwe Geisinger auch in Berlin im Bundestag gut vorstellen und präsentierten ihn als „Neue Mutti“ auf Plakaten. Die Überraschung war geglückt, der angehende Ordensträger und auch das Publikum amüsierten sich prächtig. Um nach der Laudatio den Orden im Empfang zu nehmen, kniete Geisinger sich hin wie zum Ritterschlag.

In seiner Dankesrede lieferte er auch gleich zwei Seitenhiebe an die große Politik. Lewentz wolle den Herdorfern das Rechnen beibringen, habe sich selbst aber von einem Chinesen bezüglich des Flughafens Hahn vorführen lassen. „Der Bundestag ist voller Leuchten, wovon wir nur die Hälfte bräuchten“, so Geisinger. Danach schwelgte er in schönen Erinnerungen bezüglich seiner aktiven Zeit als Karnevalist. Den Orden wolle er stellvertretend für alle im Karneval aktiven DJK´ler entgegennehmen und ihn würdevoll in Ehren halten. Einen Dank sprach er an seine Frau Katharina aus, die ebenfalls im Karneval sehr aktiv ist, was für die beiden hinsichtlich des Familienlebens einiges an Planungsmanagement bedeutet. Als weitere Überraschung des Abends traten dann Peter Schlosser und Christoph Düber auf und sangen dem neuen Bockordensträger ein Ständchen.



Begonnen hatte die Sitzung mit der Begrüßung durch den Präsidenten Marco John und seine Vizepräsidentin Regina Farnschläder, gefolgt vom Einmarsch der Prinzessin Natalie I. mit ihrem großen Gefolge. Einen ersten Tanz präsentierte Alina Attianese, auch die Minis der KG waren wieder mit von der Partie, ebenso wie das Kindertanzcorps, das Funkenmariechen Eileen Kaffine, das Tanzpaar Lena Marie Zimmermann und Leon Kopac, die Golden Girls, die Polka Gruppe und das Jugendtanzcorps, Dance for Fun und die Showtanz Gruppe der KG.

Die Gruppe Dance for Fun überraschte zudem ihren langjährigen Trainer Jens Dapprich mit einer Auszeichnung. Er erhielt die Goldmedaille des RKK von Dennis Dapprich überreicht, für besondere Verdienste um den Karneval und seine Trainertätigkeit. Natürlich durften auch bei dieser KG Sitzung die humoristischen Wortbeiträge verschiedener Redner nicht fehlen. Allen voran stieg Jugendpräsident Tim Fastnacht trotz starker Erkältung in die Bütt. Der erst elf Jahre alte Tim Staude aus Mammelzen begeisterte nach seinem Debüt im vergangenen Jahr das Herdorfer Publikum erneut mit einem tollen Vortrag. Weitere Akteuren waren Uli Berens (Bär), das Duo Marius Bolt und Thomas Euteneuer, sowie Stephan Romschinski und Daniel Schmidt.

Ganz ohne Worte, dafür mit Musik unterhielten Peter und Stefan Schlosser. Die Herdorfer Domspatzen machten sich Gedanken über die vielen Leerstände an Geschäften im Ort, das Kneipensterben und den Pastoren Notstand. Für das bald leerstehende Rathaus schlugen sie vor ein Wachsfigurenkabinett daraus zu machen, wo bekannte Herdorfer Persönlichkeiten aufgestellt werden sollten. Nach dem Auftritt der Gastvereine aus Pracht und Erbachtal wurde noch ein Revival der "Dollen Böcke" als Comeback des Jahres präsentiert. (anna)


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