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Nachricht vom 19.10.2009    

Kriegsgräberfürsorge sammelt wieder

"Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" lautet das Motto der Kriegsgräberfürsorge, die vom 1. bis 21. November wieder ihre alljährliche Haus- und Straßensammlung durchführt. Landrat Michael Lieber hat zur Unterstützung der Aktion aufgerufen.

Kreis Altenkirchen. Die Kreisverwaltung Altenkirchen informiert darüber, dass auch in diesem Jahr der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Zeit vom 1. bis 21. November, seine Haus- und Straßensammlung durchführt. Es sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen zu helfen. Seit nunmehr 90 Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Er betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, berät öffentliche und private Stellen, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
In der Obhut der Kriegsgräberfürsorge befinden sich heute 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa zwei Millionen Kriegstoten. Seit der politischen Wende in Osteuropa arbeitet der Volksbund auch in den Staaten des einstigen Ostblocks. Dort fanden im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten den Tod. Das sind mehr als doppelt so viele wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen Europas.
Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immer neue Herausforderungen. Viele der über hunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Trotzdem konnten schon über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkriegs und 190 Anlagen des Ersten Weltkriegs in Ost-, Mittel- und Südeuropa wieder hergerichtet bzw. neu angelegt werden. Hierzu zählen 52 zentrale Sammelfriedhöfe, 30 Anlagen sind zurzeit im Bau beziehungsweise werden instand gesetzt. Etwa 584.000 Kriegstote wurden bereits umgebettet. Soldatenfriedhöfe sind Stätten der Begegnung, der Versöhnung und der Mahnung zum Frieden. Deshalb organisiert der Volksbund unter anderem Fahrten zu Kriegsgräberstätten, veranstaltet nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. In den Jugendbegegnungsstätten auf den Soldatenfriedhöfen in Deutschland, Italien, Belgien, Frankreich und den Niederlanden finden Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte, an denen jährlich etwa 2500 Jugendliche teilnehmen. Der Volksbund benötigt, besonders für die Arbeit in Osteuropa, sehr hohe finanzielle Mittel, die zum Teil durch die Haus- und Straßensammlung aufgebracht werden müssen. Aus diesem Grund bittet Landrat Michael Lieber alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit einer Spende bei seiner weltweit anerkannten humanitären Arbeit zu unterstützen. Lieber: "Die Spende eines jeden Einzelnen, ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der Arbeit des Volksbundes."



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