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Kultur |


Nachricht vom 01.11.2009    

Ganze Bandbreite menschlicher Emotionen

Das deutsch-französische Theater-Ensemble "Baal novo" präsentierte in der Altenkirchener Stadthalle „MarlenePiaf“ - ei­ne Mischung aus Schauspiel, Lie­dern und Akrobatik stezte die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen auf der Bühne um.

Altenkirchen. "MarlenePiaf" in der Altenkirchener Stadthalle: Die Freiburger Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin Juliane Hollerbach spielte die Dietrich. Zuweilen wild und exzentrisch, im Wechsel mit zärtlichen Momenten bis hin zur gekränkten Diva. Elemente des Schauspiels, des Tanzes und des Liedes fügten sich zusammen, stießen aufeinander und inspirierten sich.
Weitere Schauspieler waren die Straßburgerin Zabou Lux (Piaf) und Pianist und Trompeter, ebenfalls aus Straßburg. Die drei Protagonisten führten einen intensiven Dialog, der manchmal als Monolog endete. Lieder und Chansons aus verschiedenen Zeitabschnitten fügten sich wie Erinnerungen in diese deutsch-französische Erzählung ein. Zwei Schicksale verschmelzen zu einer Geschichte. Die Handlung wurde durch die Fragen des Liebhabers "Fratz", gespielt von Richard Doust, immer wieder unterbrochen. Diese Einschnitte schafften Raum für neue Perspektiven.
Das erste Zusammentreffen von Marlene Dietrich und Edith Piaf geschieht zu einem Zeitpunkt, als beide bereits auf dem Olymp des Erfolges standen. Die Piaf sagte über ihre erste Begegnung - "ich fühlte mich wie vom Blitz getroffen." Die Zerrissenheit zwischen der Kraft, alles zu geben und der Hilflosigkeit, ein Bild aufrechtzuerhalten, das zu verblassen drohte, vereinte die Diven. Am Ende jedoch standen beide allein da und flüchteten sich in die Sucht. Humor, Ironie, Freude und Leid lieferten den Stoff für ein Stück großes Theater in der Kreisstadt. Die ganze Bandbreite der menschlichen Emotionen hautnah. (ga)
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Am Ende bleibt nur der Griff zur Flasche. Fotos: Gerd Asmussen


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