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Nachricht vom 04.09.2018    

Turnhalle des VfL Wehbach: Mitglieder stimmen für Übernahmeangebot

Die Turnhalle des VfL Wehbach wird wohl von der Stadt Kirchen übernommen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins stimmte dem Angebot, das Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen dem Verein gemacht hat, zu. Damit hat die einsturzgefährdetet Halle eine Zukunft, die der Verein alleine nicht hätte garantieren können. Der VfL soll ein dauerhaftes Nutzungsrecht erhalten.

Die Turnhalle des VfL Wehbach wird wohl von der Stadt Kirchen übernommen. (Foto: by)

Kirchen-Wehbach. Das ist wie ein Sechser im Lotto für den VfL Wehbach: Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins sprach sich einstimmig für die Übergabe der vereinseigenen Turnhalle an die Stadt Kirchen aus. Für die Stadt Kirchen ist der Erhalt der Halle von Wichtigkeit, weshalb Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen den Mitgliedern ein Angebot unterbreitete, das auch den letzten Skeptiker überzeugte. Bereits seit Ende des letzten Jahres war die Halle geschlossen, weil das Mitteldach einsturzgefährdet war. Rund 8.000 Euro an Anliegerbeiträge für den Ausbau der Koblenz-Olper-Straße und dazu noch einmal Kosten für die Sanierung der Lüftungs- und Heizungsanlage hatten bereits ein riesengroßes Loch in die Kasse gerissen, der Verein sah sich vor dem finanziellen Aus.

Dauerhaftes Nutzungsrecht für den VfL
Thorsten Schmidt als kommissarischer Leiter der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus in Kirchen-Wehbach informierte die Mitglieder über das Angebot von Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen: „Die Stadt Kirchen hat ein großes Interesse daran, dass die Halle auf Dauer erhalten bleibt, weil die Hallenkapazität notwendig ist. Die Stadt Kirchen übernimmt die Kosten für die Aufwendungen, die bisher erfolgt sind. Sie wird im Falle der Übernahme für die Sanierung des Daches aufkommen, wie auch für die in naher Zukunft (2020) sicher anstehende Generalsanierung. Die Anliegergebühren werden ebenso wie die o. g. Sanierungskosten und die Kosten für das Gutachten von der Stadt getragen, die auch noch für einen Ausgleich der Vereinskasse bei der Übertragung der Turnhalle sorgt. Der VfL Wehbach bekommt ein dauerhaftes Nutzungsrecht“.

Skeptiker Manfred Skolaut störte sich in der anschließenden Diskussion daran, dass der Hintergrund sei, dass die Stadt neben dem entstehenden Rasenplatz auf dem Hardtkopf einen „Schlechtwetter-Fußballplatz“ benötige: „Die Gemeinde braucht uns, außerdem müssen dann die Duschen des VfL zur Verfügung gestellt werden.“ Da bekam er von den Anwesenden keine Zustimmung, im Gegenteil: „Da hat doch jeder einen Vorteil davon, das ist eine Win-Win-Situation“, so der Tenor der Anwesenden.



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„Ich war 20 Jahre lang Kassierer des VfL und kenne die Finanzen bestens“, so Franz-Rudolf Christian. „Vor rund 30 Jahren haben wir schon einmal der Verbandsgemeinde den Vorschlag gemacht, die Halle zu übernehmen. Das wurde damals dankend abgelehnt. Wenn jetzt seitens der Stadt so ein Vorschlag kommt, dann müssen wir zustimmen. Der VfL kann die Halle finanziell langfristig nicht halten. Die erforderlichen Sanierungen kann der Verein nicht stemmen. Da können Zuschüsse kommen vom Sportbund und vom Kreis, es ist trotzdem einfach nicht zu schaffen. Wir sollten dem Vorschlag zustimmen.“ Der Applaus der Anwesenden zeigte deutliches Einverständnis. Wehbachs Ortvorsteher Bruno Schuhen hatte bereits an der Vorbesprechung mit den Vorstandsmitgliedern und dem Stadtbürgermeister teilgenommen: „Da haben einige Vorstandsmitglieder gesagt, das ist ja fast wie sechs Richtige im Lotto! Und so sehe ich das auch. Wenn einer hier dagegen sein sollte, dann kann ich das nicht verstehen.“ Hier gab es ebenso Beifall wie bei der Wortmeldung eines anderen Mitgliedes: „Das Angebot ist exzellent“. Auch die Funktion des Hallenwartes bleibt gesichert, wie auch die Hausmeisterwohnung, so Andreas Hundhausen auf Nachfrage eines Mitgliedes.

Letztendlich waren nach der kurzen Versammlung von nicht einmal 20 Minuten ausnahmslos alle einverstanden, stimmten einstimmig ab und gaben dem autorisierten Vorstand grünes Licht für das weitere Procedere mit der Stadt. (by)


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