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"Tschüss-Schlauchwagen-Party" in Steinebach
Traurig über den Verkauf des alten Schlauchwagens ist man bei der Steinebacher Feuerwehr, zumal das wendige Fahrzeug vor allem an schwer zugänglichen Stellen eine große Hilfe war. Nun soll das Fahrzeug verkauft werden.
Steinebach. "Tschüss Schlauchwagen" hieß es jetzt im Steinebacher Feuerwehrhaus, als sich ein grosser Teil der aktiven Einsatzkräfte extra in den feinen Dienstanzug geworfen hatte, um sich vom alten Schlauchwagen zu verabschieden.
Der sogenannte SW1000 stammt aus einer Bundesbeschaffung zu Beginn der 80er Jahre und tat über all die Jahre zuverlässig seinen Dienst im Gebhardshainer Land.
Mit seinen in Buchten, zur Verlegung während der Fahrt, gelagerten 1000m B-Schlauchmaterial war er gerade in der ländlichen Gegend mit seinen Aussiedlerhöfen und streckenweisen allgemein schlecht ausgestattetet Hydrantensystemen ein für die Feuerwehrleute nicht wegzudenkendes Fahrzeug.
"Wir waren zwar bei grossen Übungen durch die lange Rüstzeit immer als letztes am Suppenkessel, aber", so Wehrführer Thomas Theis, "das Fahrzeug hat uns bei so manchem Wald-, Flächen-, Wohnhaus- oder gar Großbrand wertvolle Dienste geleistet."
Aufgrund der Maße und der Wendigkeit des Ford Transit konnte man damit auch enge Waldwege ansteuern und die Fahrzeuge am Brandort zügig und zielgenau mit Löschwasser versorgen.
Nun ging das im Löschzug Steinebach sehr beliebte Fahrzeug auf seine letzte Reise, der Träger der Feuerwehr will es verkaufen.
Das es unlängst erst wieder für zwei Jahre vom TÜV grünes Licht bekommen hatte, spielte dabei scheinbar keine Rolle.
Eine kleine Abschiedsfeier war es den Feuerwehrangehörigen wert. Chefverpfleger Michael Böhmer hatte dazu im Gerätehaus ein hervorragendes Buffet gezaubert, so dass man wenigstens noch etwas positives am Wegfall des Fahrzeugs finden konnte.
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Foto: Der Schlauchwagen und ein Teil der Steinebacher Feuerwehrleute.
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