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Nachricht vom 29.11.2018    

Altenkirchener SPD besuchte DRK-Rettungswache

Mitglieder der SPD-Fraktionen im Verbandsgemeinde- und Stadtrat Altenkirchen sowie Stadtbürgermeister Heijo Höfer, MdL, besuchten zum Informationsaustausch über den örtlichen Rettungsdienst die Rettungswache in Altenkirchen. Dort ging es unter anderem um die Ausbildungssituation beim DRK und die Besetzung des ärztlichen Notdienstes. Auch Chancen der Digitalisierung wurden angesprochen.

Altenkirchener Sozialdemokraten aus Stadt- und Verbandsgemeinderat waren zu Gast bei der DRK-Rettungswache. (Foto: SPD)

Altenkirchen. Mitglieder der SPD-Fraktionen im Verbandsgemeinde- und Stadtrat Altenkirchen sowie Stadtbürgermeister Heijo Höfer, MdL, besuchten zum Informationsaustausch über den örtlichen Rettungsdienst die Rettungswache in Altenkirchen. Kreisweit unterhält der DRK-Kreisverband fünf Rettungswachen in Kirchen, Altenkirchen, Wissen, Daaden und Horhausen. Die Wachen haben 17 Fahrzeuge im Einsatz und es werden im Jahr rund 24.500 Einsätze gefahren. „Mit dieser Aufteilung können wir die 15-minütige Hilfeleistungsfrist zwischen Alarmierung durch die Leitstelle in Montabaur und Eintreffen eines Rettungsmittels am Notfallort einhalten“, erklärte Alfons Lang, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Altenkirchen.

Mehr Bewerber als Ausbildungsplätze
„Gibt es denn noch genügend Auszubildende für den Rettungsdienst“, interessierte sich Heijo Höfer. „Wir haben keine Probleme, qualifizierte Auszubildende zu bekommen. Die Nachfrage ist sogar größer als wir Ausbildungs-Planstellen zur Verfügung stellen können“, berichtete Lang. Der DRK-Kreisverband beschäftigt im Rettungsdienst rund 100 Mitarbeiter. Diese besitzen eine fundierte Ausbildung, um Patienten während der Fahrt fachgerecht zu versorgen. Rettungssanitäter sind vorwiegend im Krankentransport eingesetzt. Bis 2014 gab es den Beruf des Rettungsassistenten, der mit einer zweijährigen Ausbildung die höchstmögliche Berufsausbildung im Rettungsdienst darstellte. Dieser wurde 2014 von dem neuen Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters und einer dreijährigen Ausbildung abgelöst. Zwölf junge Menschen erlernen diesen Beruf an den drei Lehrrettungswachen im Landkreis. Insgesamt 17 Personen absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Rettungsdienst, nachdem sie eine mehrmonatige Ausbildung zum Rettungssanitäter hinter sich gebracht haben.

Rückgriff auf Honorarärzte
Ab 2019 wird die wöchentliche Arbeitszeit im Rettungsdienst und Krankentransport von 46 auf 45 Stunden reduziert. Lang sieht hier schon Probleme, genügend Personal zu bekommen. Daniela Hillmer-Spahr, Fraktionssprecherin der SPD im Stadtrat, fragte, wie es denn um die Besetzung des ärztlichen Notdienstes bestellt sei. Hier erklärt der ärztliche Leiter der Rettungswache Altenkirchen, Kreisbereitschaftsarzt Dr. Thomas Pfeifer, dass tagsüber das DRK-Krankenhaus zuständig sei, einen Notarzt für den Rettungsdienst einzuteilen. Bei Ärzte-Engpass innerhalb des Krankenhausbetriebes könne es öfter vorkommen, dass für den Rettungsdienst kein Notarzt zur Verfügung gestellt werden kann. Häufiger wird daher auf Honorarärzte zurückgegriffen.



Personal hat hohe Reputation
Rainer Düngen, Beigeordneter der Verbandsgemeinde, erkundigte sich, ob das Rettungsdienstpersonal auch missbräuchlich gerufen oder sogar angegriffen würde. „Natürlich sind einige Einsätze vermeidbar“, stellte Lang fest. „Dies geschieht aber oft aus Unwissenheit und Angst. Das DRK hat eine Beförderungspflicht. Ein noch besser ausgebauter hausärztlicher Notdienst könnte sowohl Krankenhaus als auch Rettungsdienst entlasten. Die Rufnummer des hausärztlichen Notdienstes 116117 sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt.“ Persönliche Angriffe auf Helfer während eines Rettungseinsatzes seien relativ selten. Probleme gäbe es hin und wieder mit Gaffern und uneinsichtigen Schaulustigen. Aber insgesamt genieße das Rettungsdienstpersonal eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung. Eine Chance zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zukunft sehen die Rettungsdienstler im Ausbau der Digitalisierung und der Telemedizin. Die Stadt Aachen beschäftigt beispielsweise einen Telenotarzt. Kürzere Wege und weniger Zeitaufwand können so helfen, noch mehr Leben zu retten. (PM)


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