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Nachricht vom 06.12.2018    

Heimischer Gastro-Nachwuchs machte Praktika in Frankreich

Mit neuen Vorschlägen für die tägliche Arbeit kehrten Nesrin und Yasemin Sezer und Tim Zantis aus Frankreich zurück: Fast einen ganzen Monat dauerte das Abenteuer der drei Gastronomie-Nachwuchskräfte in der ostfranzösischen Region Burgund. Und alle drei Praktikanten waren sich einig, dass es eine Erfahrung fürs Leben war.

Die beiden Praktikantinnen Nesrin und Yasemin Sezer (hinten, vo links) mit dem Team ihres französischen Praktikumbetriebs „Le Bistrot de I’hotel“. (Foto: privat)

Betzdorf/Kirchen. „Je ne parle pas français. Aber bitte red weiter“, heißt es in einem Namika-Ohrwurm des Jahres 2018. Während der vierwöchigen Praktikumsphasen von Yasemin und Nesrin Sezer sowie Tim Zantis in Frankreich war die Verständigung zwar eine kleine Hürde, doch diese wurde mit viel gutem Willen, Englisch, aber vor allem einer bemerkenswerten Gastfreundschaft der Franzosen ohne Probleme genommen. Fast einen ganzen Monat dauerte das Abenteuer der drei Gastronomie-Nachwuchskräfte in der ostfranzösischen Region Burgund. Und alle drei Praktikanten waren sich einig, dass es eine Erfahrung fürs Leben war.

Neue Impulse
Yasemin Sezer, in der Klostergastronomie Marienthal beschäftigt und seit diesem Jahr ausgebildete Köchin, absolvierte ihr Praktikum im Restaurant „Le Bistrot de I’Hotel“ in Beaune. Dort arbeitete sie in einer gehobenen und von den Gästen frei einsehbaren Küche. Die enorme Ordnung und das exakte Zeitmanagement dieser Organisation beeindruckten Yasemin genauso wie der so genannte Amuse-Bouche, ein Gruß aus der Küche, bei dem sich die Franzosen sehr viel Mühe gaben. Die junge Köchin erhielt jedenfalls zahlreiche neue Impulse, aus denen sie schon jetzt neue Ideen für ihren Betrieb in Deutschland entwickelt.

Mit neuen Vorschlägen für die tägliche Arbeit hat auch die angehende Restaurantfachfrau Nesrin Sezer ihren Chef im Kloster Marienthal, Uwe Steiniger, schon jetzt überrascht. Das können auch Kleinigkeiten beim Eindecken der Tische oder der Präsentation von Speisen sein. Doch es beweist, mit welcher Motivation ein solches Praktikum absolviert wurde und wie nicht nur die jeweiligen Praktikanten in ihrer persönlichen Entwicklung, sondern auch die abgebenden Betriebe von den neuen Erfahrungen profitieren. Trotz dieses Zugewinns ist es aber nicht selbstverständlich, wenn Gastronomieunternehmen ihre Mitarbeiter wochenlang freistellen, um ihnen einen solch inspirierenden Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.



Chancen nutzen
In diesem Zusammenhang ist auch das Hotel Hammermühle zu nennen. Der Westerwälder Ausbildungsbetrieb beurlaubte Tim Zantis, den dritten Praktikanten im Bunde, für insgesamt drei Wochen und sorgte somit dafür, dass Tim im „Le Jardin des remparts“, einem Michelin-Sterne Restaurant in Beaune, lernen und mitarbeiten durfte. „Hier wird viel auf Steinen angerichtet und statt drei Gängen werden hier häufig Acht- bis Neun-Gänge-Menüs serviert“, berichtete der Azubi. Außerdem sei der rege Austausch während dem gemeinsamen Essen in Frankreich eher zu beobachten als in Deutschland, ergänzte er. Außer Dutzenden Rezepten nimmt Tim auch eine Erkenntnis mit nach Hause, die er zu folgendem Appell an potenzielle Nachahmer formuliert: „Jeder, der die Möglichkeit bekommt, ein solchen Praktikum machen zu können, sollte sie ergreifen!“

Neben den Ausbildungsbetrieben zeigten sich dafür auch die handelnden Personen der beiden Partnerschulen Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen (BBS) und Lycée Le Castel in Dijon verantwortlich. Für die Lehrkräfte Ulrike Peters, Astrid Fischer, Marion Pfeiffer, Uwe Schmegner und Markus Becker auf deutscher Seite sowie Francois Stragier und Renaud Mourgues vom französischen Kooperationspartner sind die gegenseitigen Kontakte mittlerweile viel mehr als ein Schüleraustausch. Es ist zu einer Herzensangelegenheit und einem Beispiel deutsch-französischer Freundschaft geworden. (PM)


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