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Nachricht vom 15.12.2018    

Montaplast bleibt Thema: Grüne und IHK melden sich zu Wort

Die Betzdorfer Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen will kein „Schwarzes Peter“-Spiel zulasten von Bürgermeister Bernd Brato. Sie vermutet firmenpolitische Beweggründe für den Unternehmensabschied von Montaplast aus Betzdorf. IHK-Geschäftsführer Oliver Rohrbach unterstreicht, wie wichtig das Kräftebündeln für die Region sei. Er bietet an, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen.

Betzdorf. Das Thema Montaplast sorgt weiterhin für Diskussionen. Aktuell erreichte die Redaktion unter anderem eine Stellungnahme der Betzdorfer Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die ausdrücklich festhält, mitverantwortlich zu sein für die Entscheidungen, die seit 2015 im Rat zum Thema Montaplast gefallen sind. Alle Ratsmitglieder, Bürgermeister Bernd Brato und die Verwaltung seien demnach bestrebt gewesen, eine gangbare Lösung für alle Beteiligten zu finden. „Den 230 Mitarbeitern kurz vor Weihnachten die Botschaft der Aufgabe des Betzdorfer Standortes zu überbringen, finden wir erbärmlich. Für die Mitarbeiter tut es uns wirklich leid. Wir hoffen, dass Montaplast für diejenigen, die selbst nicht mobil sind, Firmenbusse einsetzt, um sie nach Morsbach oder Lichtenberg zu befördern, das ist die Firmenleitung ihren Mitarbeitern schuldig“, so die Stadträte von Bündnis90/Die Grünen.

Kein „Schwarzen Peter“-Spiel
Der Lösungsprozess sei langwierig und schwierig gewesen, „da er ständigen Neuerungen angepasst werden musste, auch weil es immer wieder Änderungswünsche von Seiten Montaplasts gab.“ Die eigentliche Lösung, aus dem Logistikstandort einen Produktionsstandort zu machen, habe sowohl parteiübergreifend im Stadtrat als auch bei der Firmenleitung von Montaplast und in der Verwaltung Zuspruch gefunden. Dem Stadtrat oder Bürgermeister Brato jetzt den „Schwarzen Peter“ für die Aufgabe des Standortes zuzuschustern, „entbehrt jeglicher Grundlage, denn die Entscheidungsfindung war ein wahrlich demokratischer Prozess.“ Hierzu verweist die Fraktion auf die einschlägigen Sitzungsprotokolle, die über das Bürgerinformationssystem der Verbandsgemeindeverwaltung online abrufbar sind.



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Grüne vermuten firmenpolitische Gründe
Die Grünen-Fraktion abschließend: „Wir mutmaßen, dass es firmenpolitische Entscheidungen gab, die völlig unabhängig vom Prozess am Standort Betzdorf waren, unabhängig von der dort angestrebten Produktivität, unabhängig von Lärm- und Brandschutzauflagen, auch wenn es von Firmenleitung nach außen anders kommuniziert wird.“

IHK bietet Gespräch mit allen Beteiligten an
Unterdessen hat sich auch Oliver Rohrbach, Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Altenkirchen, an die Medien gewandt: „In der aktuellen Debatte um den Wegzug des Unternehmens Montaplast aus Bruche möchte ich noch einmal folgende Punkte unterstreichen: Aus unserer Sicht ist es wichtig und wünschenswert, die Kräfte in der Region zu bündeln, sich zum Gewerbe- und Industriestandort Bruche zu bekennen und tatkräftig für den Verbleib der Firma Montaplast am Brucher Standort einzusetzen. Unternehmen wie Montaplast bieten Arbeitsplätze und tragen nicht unerheblich zur Lebensqualität in einer Region bei. Gerne bieten wir an, alle Beteiligten zu einem Gespräch an einen Tisch zu holen.“ (PM)


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