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Nachricht vom 08.01.2010    

Gips anlegen muss gekonnt sein

Hans-Walter Schellenburg ist ein ausgewiesener Profi seines Fachs. Schellenburg ist nämlich die erste Verband- und Gipsfachkraft in Südwestfalen. Er arbeitet im Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen.

Siegen. Wer heute die Ambulanz des Jung-Stilling-Krankenhauses Siegen (Diakonie Klinikum) mit einem eingegipsten Arm oder Bein verlässt, der trägt schon lange keinen Gips mehr in schnödem Weiß. Gips- und Spezialverbände gibt es bei Fachkraft Hans-Walter Schellenburg in vielen Variationen: Männer zum Beispiel bevorzugen blau und Frauen rot. Die Farbe ist dabei jedoch nur eine Hülle, hinter der sich viel Kompetenz verbirgt. Nach einem Spezialkurs darf sich Hans-Walter Schellenburg nun erste Verband- und Gipsfachkraft in Südwestfalen nennen. Hierfür drückte er in einer Fortbildung des Deutschen Verbands der medizinischen Gipspfleger (DVG) für sechs Monate die Schulbank. Während des Kurses lernte Schellenburg die Neuheiten der Verband- und Gipstechnik in Theorie und Praxis kennen. Seit 2000 arbeitet er als Krankenpfleger in der Chirurgischen Ambulanz des Jung-Stilling-Krankenhauses. "Gipsen ist für mich eine Kunst am lebenden Objekt", sagt er lächelnd. Ebenso wie sich die Farben der Gipsverbände im Laufe der Zeit verändert haben, erweiterte sich auch der Aufgabenbereich des Gipspflegepersonals deutlich. In ihren Kursen stellt die DVG einheitliche Standards auf und schult die Mitarbeiter intensiv. Schwerpunkte der Ausbildung sind neben Gips- und Wickeltechniken auch das Anpassen von Spezialverbänden sowie verschiedene Arten der Schienung. "Gerade beim Gipsen kann sehr viel falsch gemacht werden", erklärt Schellenburg. Während des Weiterbildungskurses werde viel geübt. Dadurch sei er nun in den einzelnen Bereichen wirklich fit und könne die Verbände auch optimal anlegen. Während des Kurses vermitteln Experten den Teilnehmern medizinisches Spezialwissen auf dem Gebiet der Gipstechnik. Wie beispielsweise ein Verband stabil angelegt wird oder was beim Umgang mit neuen Gipsersatzsubstanzen zu beachten ist, das sind nur zwei der behandelten Themenbereiche. So besteht der heutige Gips aus Kunststofffasern und scheint damit seinem Namen gar nicht mehr würdig. Kunststofffasern haben jedoch viele Vorteile: Sie sind luftdurchlässig sowie leicht und angenehm auf der Haut zu tragen. "Es motiviert, mit diesen neuen Materialien und vor allem mit dem Patienten zu arbeiten", sagt Schellenburg. Ebenfalls neu in der Gipstechnik und dabei noch besonders praktisch ist der Klettverschluss. Er ermöglicht es dem Patienten und dem Arzt, den Gips zur Kontrolle der Weichteile an- und auszuziehen. "Der Klettverschluss ist sehr hilfreich wenn Wunden unter dem Gips kontrolliert werden müssen", schildert Hans-Walter Schellenburg die Vorteile der aktuellen Gipstechnik. Gerade aufgrund dieser vielen Neuheiten sei es wichtig, das eigene Wissen regelmäßig aufzufrischen. Ansonsten könne möglicherweise ein größerer Schaden entstehen.
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Foto: Ausgewiesener Profi seines Fachs - Hans-Walter Schellenburg ist die erste Verband- und Gipsfachkraft in Südwestfalen.


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