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Nachricht vom 23.02.2019    

„AK ladies open“: Benoits Aufholjagd mit Beinen und Kopf

Die sechste Auflage der „AK ladies open" biegt auf die Zielgerade ein. Eine Spielerin hat die Möglichkeit, den Inhalt ihrer Vitrine mit gleich zwei weiteren Trophäen aufzustocken: Marie Benoit. Die Belgierin bestreitet heute nicht nur das Doppelfinale (ab 16.30 Uhr) an der Seite von Katarzyna Piter gegen Cristina Bucsa und Rosalie van der Hoek aus Spanien und den Niederlanden, sondern steht nach einer Moralleistung erster Klasse auch im Einzel-Halbfinale.

Marie Benoit raufte sich nach dem mit 0:6 verlorenen ersten Satz im Viertelfinale gegen Sharazad Reix zusammen und zog in die Vorschlussrunde ein. (Foto: Veranstalter)

Altenkirchen. Die sechste Auflage der „AK ladies open" biegt auf die Zielgerade ein. Jeweils ab 13 Uhr beginnen auf dem Center Court des SRS-Sportparks am heutigen Samstag und morgigen Sonntag (23./24. Februar) die vier letzten Partien des Frauentennis-Weltranglistenturniers in Altenkirchen. Der Weltverband ITF will es so, dass Doppelendspiele seit diesem Jahr bereits samstags ausgetragen werden. Hinzu kommen die beiden Halbfinals der Einzelkonkurrenz, deren Siegerin am Sonntag feststeht.

Eine Spielerin hat die Möglichkeit, den Inhalt ihrer Vitrine mit gleich zwei weiteren Trophäen aufzustocken: Marie Benoit. Die Belgierin bestreitet heute nicht nur das Doppelfinale (ab 16.30 Uhr) an der Seite von Katarzyna Piter gegen Cristina Bucsa und Rosalie van der Hoek aus Spanien und den Niederlanden, sondern steht nach einer Moralleistung erster Klasse auch im Einzel-Halbfinale. Auf einmal hatte es die 23-Jährige am Freitagnachmittag ganz eilig. Im Laufschritt holte sie sich während ihres letzten Aufschlagspiels die Bälle für den Service. Die Eupenerin hatte gerade einen Orkan an Rückenwind und wollte diese gute Phase nutzen, um die Partie erfolgreich zu Ende zu führen. Sie schaffte es. Sharazad Reix, Benoits Gegnerin aus Frankreich, zollte fair Respekt, nachdem die Belgierin ihren zweiten Matchball verwandelt hatte: „Bien joué!" „Gut gespielt."

Dabei sah es für die Nummer 280 der aktuellen Weltrangliste zunächst überhaupt nicht gut aus. Der erste Satz lief völlig an Benoit vorbei, sie gewann kein einziges Spiel. „Man muss immer an sich glauben, sonst hat man schon verloren. Es konnte ja eigentlich nur besser werden als im ersten Satz. Beine und Wille im Kopf wurden im Laufe des Spiels besser bei mir. Ich habe mich gepusht. Das half", verriet die Siegerin, wie sie das Blatt wendete und die Durchgänge Nummer zwei und drei jeweils mit 6:1 für sich entschied.

Benoits Halbfinalgegnerin wird heute ab 13 Uhr die Chinesin Shuyue Ma sein. Sie kam als mehr oder weniger unbeschriebenes Blatt nach Altenkirchen und avancierte zu den Entdeckungen der Turnierwoche. Am Donnerstag schaltete sie die Schweizer Qualifikantin Susan Bandecchi mit 6:3 und 6:3 aus. Die 19-jährige Ma und ihr Trainer Iulian Vespan lagen sich auf dem Platz in den Armen, strahlten um die Wette, ihnen Stand bereits die Vorfreude auf die nächste Begegnung in den Augen. „Shuyue Ma hat im Laufe der Woche sehr überzeugt. Ihr ist auch zuzutrauen, dass sie es ins Finale schafft", glaubt Turnierdirektor Razvan Mihai, der sich genauso angetan zeigte vom Auftritt Stefania Rubinis, die in der Night-Session am Donnerstagabend Anna-Lena Friedsam ausschaltete. „Was Rubini in dieser Partie gespielt hat, war Wahnsinn. Ich habe gehofft, dass sie irgendwann nachlässt, aber sie tat es nicht", sagte Friedsams Trainer Sascha Müller. Auch die Oberdürenbacherin selbst schwärmte in höchsten Tönen von Rubinis Leistung: „Das war nicht das Niveau eines 25 000-Dollar-Turniers, sondern eher wie zweite Runde bei den US Open." Gegen die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska war allerdings Endstation für Rubini (3:6, 4:6). Nach Ma und Benoit gehen zum zweiten Halbfinale Chwalinska und Maryna Zanewska, die gestern Katharina Hobgarski bezwang, auf den Platz.



Während den Einzelspielerinnen noch zwei Siege zum Turniersieg fehlen, sind die Doppel Katarzyna Piter/Marie Benoit und Albina Khabibulina/Julia Wachaczyk nur noch einen davon entfernt. Piter könnte die erste Spielerin in Altenkirchen sein, die ihren Titelverteidigt. Im Vorjahr gewann sie gemeinsam mit der Lettin Diana Marcinkevica das Endspiel kampflos, weil Maryna Zanevska krankheitsbedingt passen musste, heute versucht sie nachzulegen. 16 Doppelturniere der 25 000-Dollar-Kategorie hat die 28-Jährige in ihrer Karriere bereits gewonnen, drei davon alleine im vergangenen Jahr. „Weil wir vorher noch nie gemeinsam gespielt haben, war es im ersten Spiel noch etwas kompliziert, aber dann haben wir uns besser kennengelernt. Seitdem funktioniert es gut", sagt ihre Doppelpartnerin Benoit. (PM)



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