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Nachricht vom 11.03.2019    

Gesundheits- und Pflegereform hat auch die Älteren im Blick

Die neue Gesundheits- und Pflegereform war das bestimmende Thema bei einem Treffen der Senioren-Union im CDU-Kreisverband Altenkirchen mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. Er erläuterte die Aufgabe: „Wir stehen vor einer doppelten Herausforderung: die Zahl älterer und versorgungsbedürftiger Patienten nimmt zu – mehr Arzt-Patientenkontakte werden notwendig, gleichzeitig sinkt die Mobilität der Patienten und der Bedarf an wohnortnaher hausärztlicher Versorgung steigt.“

MdB Erwin Rüddel (rechts) berichtete bei der Senioren-Union im CDU-Kreisverband Altenkirchen zur neuen Gesundheits- und Pflegereform. (Foto: privat)

Altenkirchen. Die neue Gesundheits- und Pflegereform war das bestimmende Thema bei einem Treffen der Senioren-Union im CDU-Kreisverband Altenkirchen mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. „Wir freuen uns mit unserem Abgeordneten, dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, den profilierten Ansprechpartner in unseren Reihen zu haben“, sagte die Vorsitzende der Senioren-Union Karin Giovanella.

Die medizinische Versorgung der Zukunft stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Wir stehen vor einer doppelten Herausforderung: die Zahl älterer und versorgungsbedürftiger Patienten nimmt zu – mehr Arzt-Patientenkontakte werden notwendig, gleichzeitig sinkt die Mobilität der Patienten und der Bedarf an wohnortnaher hausärztlicher Versorgung steigt. Eine zunehmend älter werdende Gesellschaft braucht mehr Ärzte. Aber immer weniger junge Mediziner sind zu einer Niederlassung als Hausarzt bereit. Ausgebildete Ärztinnen und Ärzte stehen heute weniger Stunden zur Verfügung als diejenigen, die aus dem System altersbedingt aussteigen“, konstatierte Erwin Rüddel. Er merkte dazu an, dass diese Entwicklung seit über zehn Jahren bekannt sei und „seit zehn Jahren fordere ich, dass das Land jährlich deutlich über 20 Prozent mehr Mediziner ausbilden muss. Das Versagen des Landes führt uns jetzt in ein großes Dilemma.“ Gleichzeitig, so der Gesundheitspolitiker, verweigere das Land den Krankenhäusern Mittel an Investitionskosten. Dadurch seien Kliniken gezwungen bei der Pflege Einsparungen vornehmen zu müssen. „Das ist ebenso fatal, wie ungehörig“, stellte Rüddel unter Zustimmung der Unions-Senioren fest.



Bei diesen Entwicklungen gäbe es keine andere Wahl, als ganz neue Wege zu gehen, „damit auch weiterhin eine gute flächendeckende medizinische Versorgung gewährleistet ist.“ Für Rüddel heißt die Lösung der Zukunft: mehr Gemeindeschwestern mit guten medizinischen Kenntnissen, mehr Digitalisierung und Vernetzung, damit diejenigen, die heute medizinische Versorgung gewährleisten, entlastet werden und gleichzeitig durch gute Vernetzung besser und schneller helfen können.

„Diese neue Welt bringt aber auch viele Herausforderungen gerade für die Älteren in unserer Gesellschaft, die mit der Digitalisierung noch nicht so umgehen können wie die Jüngeren. Es ist wichtig, den Übergang so zu planen, dass Ängste genommen werden. Deshalb brauchen wir eine Strategie, damit gerade ältere Menschen auf neue Chancen vorbereit werden und die auch nutzen können“, bekräftigte Erwin Rüddel. (PM)


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