Jugendflamme Stufe I: Nachwuchsfeuerwehrleute meisterten die Aufgaben
Schlauch ausrollen, Armaturen und Strahlrohr an den Verteiler kuppeln: Fertig war der Wasserwerfer. 16 Kinder Jahren stellten sich am Samstag (24. August) dieser und weiteren Aufgaben, um beim Leistungswettbewerb die Jugendflamme der Stufe I abzulegen – und: Am Ende hatten die Kinder in Theorie und Praxis alles gut gemacht und bekamen bei der Prämierung im Gerätehaus der Feuerwehr Elkenroth das Abzeichen verliehen.
Elkenroth. Früh übt sich, was ein Meister werden will, sagte der Volksmund. Und dass die 16 Kinder geübt hatten und mit ihrem Handwerkszeug umzugehen wissen, das haben sie am Samstag rund um das Gerätehaus in Elkenroth eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wie in den vergangenen Jahren praktiziert, war auch diesmal wieder der Leistungswettbewerb für die Stufe I gemeinsam auf Ebene und innerhalb der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain veranstaltet worden. Ausrichter war diesmal Elkenroth. Hier kamen 16 Teilnehmer aus den Nachwuchsorganisationen Betzdorf, Elkenroth und Steinebach am Feuerwehrhaus zusammen, um die Aufgaben im Einzelwettbewerb anzugehen.
Es wurde dabei wieder ein breites Spektrum abgefragt, in Theorie und Praxis. Die Theorie stellte sich zu Beginn gleich mit Fragen zum Feuerwehr- und Allgemeinwissen ein. Wer zum Beispiel die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde nennen konnte, der hatte sein Punktekonto schon etwas poliert. Seit einigen Jahren gehört es auch zum Umfang für die Stufe I, dass die Kinder spezielle Fragen zum eigenen Löschzug beantworten müssen, berichtete Verbandsgemeindejugendwart Christian Rosenthal. Das sich angeeignete Wissen konnte auch hier gut eingesetzt werden, auf dem Weg zur Jugendflamme der Stufe I.
Bevor es praktisch wurde, mussten die Teilnehmer auch erläutern: Ganz konkret ging es zum Beispiel um Strahlrohr und Verteiler. Hier kombinierte sich auch die Frage,welche Durchmesser Feuerwehrschläuche haben – und die können im Übrigen 25 bis 110 Millimeter haben. Was man aus einem Strahlrohr, weiteren Armaturen, Verteiler und eine Schlauch bauen kann, das galt es im praktischen Teil zu demonstrieren. Mit versierten Handgriffen kuppelten die Nachwuchsfeuerwehrleute die Elemente, zum Beispiel das Strahlrohr, an den Verteiler, rollten den Schlauch aus und brachten auch diesen an - und präsentierten den fertigen Wasserwerfer. Die Bedienung wurde auch erklärt.
Gemischte Mannschaften bei der Gruppenaufgabe
Bei der Trockenübung fehlte eigentlich nur noch das Wasser. Wo es das für die Feuerwehren gibt, das zeigt das Hydrantenschild an. Dies erklärten die Nachwuchsfeuerwehrleute bei einer weiteren Aufgabe. Sie erläuterten auch den Notruf, und demonstrierten, wie ein solcher abgesetzt wird. Stiche und Knoten waren ein weiterer Bestandteil des Spektrums, das es zu meistern galt. Grundsätzlich sind es Aufgaben, die im Einzelwettbewerb absolviert werden. Es ist zudem eine Gruppenaufgabe konzipiert. Hierbei waren die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Jugendwehren gemischt am Start. Mit Teamgeist wurde ein Brett bewegt, durch dessen Labyrinth ein Tischtennisball ans Ziel gebracht werden musste – vorbei an den Löchern im Brett. Der Spaß kam auch hier nicht zu kurz.
Die Jugendflamme der Stufe I ist das erste Abzeichen, das Kinder im Alten von zehn bis 13 Jahren bei der Jugendfeuerwehr bekommen können, berichtete Verbandsgemeindejugendwart Christian Rosenthal. Darauf baute die Jugendflamme mit den weiteren Stufen II und III auf – den Wettbewerb richtet der Kreisjugendfeuerwehrverband Altenkirchen im Oktober aus. Es gibt zudem noch die Leistungsspange. Bei Leistungswettbewerb am Samstag war Florian Hüsch,Jugendwart in Elkenroth, organisatorisch mit von der Partie.
Krönender Abschluss war die Verleihung des Abzeichens. „Ihr habt das so toll gemacht“, erkannte Christian Greb an. Der zweite Beigeordnete der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain ermutigte die Nachwuchsfeuerwehrleute:„Macht weiter so, und bleibt mit Herzblut und Spaß dabei.“ Es sei die erste Prüfung,bei der es ans Eingemachte gehe: Das sagte einer, der es aus eigener Erfahrungwissen muss. Tim Kölzer hatte vor 17 Jahren selbst die Aufgaben für die Jugendflamme der Stufe I absolviert. Nun sprach er als Fachbereichsleiter Wettbewerb des Kreisjugendfeuerwehrverbandes Altenkirchen bei der Verleihung.
Dank an die Ausrichter des Wettebewerbs
Der Dank galt dabei den Ausrichtern des Wettbewerbs, Verbandsgemeindejugenwart Christian Rosenthal und den Jugendwarten Niclas Brato (Betzdorf), Florian Hüsch (Elkenroth) und Stefan Theis (Steinebach). Seinen Dank entrichtete Rosenthal an die Wertungsrichter und Aktiven, die auf den Leistungswettbewerb und die Prüfungen vorbereitet hatten.
Rosenthal gab auch bekannt, dass alle bestanden haben: Es sei eine hervorragende Arbeit geleistet worden, attestierte er, und darauf sei man stolz. Das sei mit ein Verdienst der Jugendwarte und den weiteren Aktiven in den Jugendwehren, deren Arbeit Früchte zeige. „Eine super Leistung, macht weiter so“, gab auch Rosenthal den erfolgreichen Absolventen mit. Diesen überreichte Greb das Abzeichen und gratulierte gemeinsam mit Rosenthal und Kölzer zur bestandenen Prüfung.
In der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain gibt es sechs Jugendwehren. In Betzdorf zählt man 23 Mitglieder, darunter vier Mädchen. Der Zuwachs in diesem Jahr: zwei Mitglieder. Drei sind es in Steinebach, sodass hier 26 Mitglieder, darunter zwei Mädchen, ihr Handwerkszeug erlernen. Sechs Neuzugänge in diesem Jahr gibt es von der Jugendwehr Kausen mit nun zwei Mädchen und zwölf Jungen zuberichten. Das halbe Dutzend Jugendwehren in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain komplettieren Dauersberg mit zwei Mädchen und sieben Jungen sowie Elkenroth und Rosenheim. In diesen beiden Nachwuchsorganisationen sind jeweils ein Mädchen und acht Jungen aktiv. (tt)
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