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Nachricht vom 21.04.2010    

Im Mai Baubeginn an der Realschule plus in Wissen

Die Konrad-Adenauer-Hauptschule in Wissen erlischt mit dem Beginn des neuen Schuljahres aus der Schullandschaft. Damit zieht die neue Realschule plus ein und der Kreis übernimmt die Gebäude. Für rund 4,6 Millionen Euro wird erweitert und umgebaut, der erste Bauabschnitt beginnt Anfang Mai.

Wissen. Am 19. April 1969 nahm der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Peter Altmeier den Spaten in die Hand und setzte den Baubeginn der Konrad-Adenauer-Hauptschule in Gang. In den 41 Jahren wurde die Schule zu einem Haus des Lernens, und zu einer Ganztagsschule mit einem richtungsweisenden Konzept. Jetzt ist das Ende der Hauptschule eingeläutet, die Realschule plus wird einziehen.
Zum gemeinsamen Presse- und Informationsgespräch trafen sich Landrat Michael Lieber, Schuldezernent Sebastian Blumberg, Bürgermeister Michael Wagener, Schulleiter Karlernst Stosch, sein Stellvertreter Holger Engelberth und Ursula Böhmer, Konrektorin der Hauptschule.
Die neue Realschule plus muss vor dem vollständigen Umzug vom Kreuztal allerdings noch erweitert und umgebaut werden. Insgesamt sind hier 4,6 Millionen Euro vorgesehen, der erste Baubeginn ist für Anfang Mai vorgesehen. Hier ist die Verbandsgemeinde Wissen mit rund 1 Million Euro im Boot, es geht um Brandschutzmaßnahmen, die eng mit dem Kreis abgestimmt sind, und mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert werden. Wagener lobte die gute Zusammenarbeit der Schulgremien, des Kreises und der Verbandsgemeinde bei den anstehenden Aufgaben. Natürlich habe ihm die Hauptschule immer sehr am Herzen gelegen, und es sei nun Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge, betonte Wagener. Sein besonderer Dank galt Ursula Böhmer, die 40 Jahre die Schule geprägt und für den guten Geist in der Schulgemeinschaft gesorgt hat. Böhmer geht zum Schuljahresende in den Ruhestand, ebenso wie weitere Lehrkräfte der Hauptschule.
Der Kreis übernimmt die Realschule plus in seine Trägerschaft zum neuen Schuljahresbeginn. Landrat Michael Lieber führte aus, dass man im Kreis gut gerüstet sei, um die neue Schule in Betrieb zu nehmen. Mit dem kreiseigenen Konzept zur Schulstrukturreform sei man in Wissen, Betzdorf-Kirchen und Altenkirchen auf einem guten Weg. "Wir übernehmen eine gut ausgerüstete Schule, es wird hier ein modernes Schulzentrum entstehen", sagte Lieber. Dem Vorschlag, die Schule Marion-Dönhoff-Realschule plus zu nennen, folgte der Landrat, aber dazu ist noch ein förmliches Verfahren notwendig. Die Großsporthalle soll auf Vorschlag Wageners den Namen Konrad-Adenauer Sporthalle erhalten.
Für die neue gemeinsame Orientierungsstufe gibt es 202 Anmeldungen, damit liege die Zahl über den Erwartungen, berichtete Stosch. Je 25 Kinder werden pro Klasse eingeschult. Das neue Programm sei in weiten Teilen fertig und es beinhalte neue Formen des Lehrens und des Lernens. Die Einschulung der gemeinsamen Orientierungsstufe wird am Kopernikus-Gymnasium erfolgen, für die Ganztagsklassen soll die moderne neue Mensa im Hauptschulgebäude genutzt werden, dazu muss der Fußweg durch den Wald hergerichtet werden und im Bereich der Kreisstraße eine Querungshilfe eingerichtet werden. "Wir sind dankbar, dass beide Schulen zusammengeführt werden, mit dem neuen Gebäude entsteht eine gute Schule", sagte Stosch. Der Umzug wird in etwa drei Jahren erfolgen, dann erhält das Gebäude im Kreuztal ebenfalls eine neue Nutzung. Das Berufliche Gymnasium wird dort einziehen.
Stosch wünscht sich zwei weitere Stellvertreter, neben Holger Engelberth soll ein vierköpfiges Leitungsteam die neue Schule leiten. "Wir brauchen auch acht neue Lehrkräfte", machte Stosch deutlich. Hier hofft man auf schnelle Hilfe des Landes. Schulsozialarbeit und Job-Fux wolle man auf jeden Fall erhalten, führte der Schulleiter aus, der die konstruktive und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei den anstehenden Aufgaben lobte.
Für Konrektorin Ursula Böhmer geht nach über 40 Jahren auch ein Stück Lebenswerk zu Ende. "Wir erhielten immer viel Unterstützung, damit es ein schönes und sicheres Haus des Lernens wurde und wir stolz auf unsere Schüler", sagte sie im Rückblick. "Halten Sie das zarte Pflänzchen gemeinsame Orientierungsstufe im Auge und stellen Sie immer die Schüler in den Mittelpunkt", wünschte sich Böhmer. Böhmer hatte entscheidend für das Profil der Hauptschule gesorgt und es ist auch ihr Verdienst, dass eine richtige Ganztagsschule entstand, wo gelernt und gefördert wurde. (hw)
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Konrektorin Ursula Böhmer und Bürgermeister Michael Wagener nehmen beide Abschied von der Konrad-Adenauer-Hauptschule, die es in wenigen Wochen als Schule nicht mehr gibt. Fotos: Helga Wienand



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