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Nachricht vom 28.10.2019    

Bildungsministerin Dr. Hubig zu Gast an Daadener Schule

Unter einem europablauen Himmel traf sich die Schulgemeinschaft der Hermann-Gmeiner-Realschule plus, um Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unter dem Motto „Frieden-Freiheit-Freundschaft – Wir für Europa“ willkommen zu heißen. Diese war auf eigenen Wunsch im Rahmen der Schulbesuchswoche der Realschulen plus angereist, um sich über der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Friedenserziehung-Geschichte zu informieren.

Teammitglieder Geschichts-AG, Nora Schütz und Franzi Schepp, überreichen die „kleine Schwester“ der Friedensglocke an Ministerin Dr. Hubig. Foto: Schönauer Gragg (BM)

Daaden. Ganz im Sinne des europäischen Friedensgedankens wurde sie mit der "Ode an die Freude" und den einleitenden Worten der SMV vor der auf dem Schulhof versammelten singenden Schulgemeinschaft unter Leitung von Roland Imhäuser empfangen.

Um den Bezug zum Motto aufzugreifen, hatte man zwölf Sterne mit Landesflaggen von Mitgliedsstaaten der EU versehen und es erklang in deren Landessprache das jeweilige Wort für „Frieden“. Danach durfte die Ministerin weitere Friedensbotschaften in Form von den Schülern gebastelten Friedenstauben in Empfang nehmen. In einem kurzen Grußwort lobte Dr. Hubig die Schüler für ihr Engagement und die Wertschätzung hinsichtlich eines vereinten Europas.

Im Beisein von Landrat Dr. Peter Enders, Verbandsbürgermeister Wolfgang Schneider, Stadtbürgermeister Walter Strunk und weiteren Vertretern der umliegenden Schulen läutete die Ministerin die eigens von der AG Friedenserziehung-Geschichte ersonnene Glocke. Damit gab sie das Startsignal für 50 Europaballons als Symbol eines freien und friedlichen Europas.

Den musikalischen Rahmen für die Empfangszeremonie bereitete die Schülerband „Diamonds“ mit zwei fetzigen Liedbeiträgen sowie der Begleitung der „Europahymne“. Im Filmraum der Schule fanden im Anschluss alle Ehrengäste – darunter Vertreter aller drei Schülergenerationen der AG Friedenserziehung-Geschichte – Platz. Nach dem Grußwort von Schulleiter Hajo Laubenthal ergriff die Ministerin erneut das Wort und würdigte die Berufsorientierung, die Schülerstreitschlichter, die Schulsanitäter und Schulbusbegleiter als weitere starke Säulen unserer Schule.

Der eigens vom Ministerium erstellte Informationsfilm bündelte nochmals alle Facetten der Realschule plus. Danach hatten Landrat Dr. Enders (Schulträger Kreis-Altenkirchen), Verbandsbürgermeister Schneider und Stadtbürgermeister Strunk das Wort. Sie lobten nochmals die bisherige enge Zusammenarbeit mit der Schule und den Stellenwert der AG in der Kommune, im Kreis und des Landes Rheinland-Pfalz.

„Das Friedensprojekt ist beispielhaft für ganz Rheinland-Pfalz“, betonte Dr. Hubig und stellte damit klar, dass diese Arbeit für ein friedliches Miteinander und gegen das Vergessen einen hohen Stellenwert in Europa hat. Bevor die AG-Teilnehmer selbst über das Zustandekommen der mittlerweile fünf Jahre bestehenden Arbeitsgemeinschaft informierten, durften die begleitenden Lehrer Lars Limbach und Simon Imhäuser allen jungen „Friedensstiftern“ für die wegweisende Arbeit danken. Sie verbeugten sich stellvertretend für alle Menschen, die ihren Einsatz zeigen für Frieden, Freiheit und Freundschaft und zollten diesen damit ihren ernst gemeinten Respekt.



In der folgenden Präsentation veranschaulichten die Schüler ihre Missionen der letzten fünf Jahre eindrucksvoll und bewegend. Sie zeigten sich aufgeschlossen für weitere Projekte. Dazu möchten sie die Friedensglocke als „begreifbare Botschafterin“ noch an möglichst viele geschichtsträchtige oder Orte des Gedenkens bringen. Sogar Grüße per Videobotschaft von der Gedenkstätte Auschwitz und der Universitätsstadt Essen (ehemalige Schülerin der Schule und AG) bewegten die Anwesenden.

Erstere Grußbotschaft erging von Niusia Hororwitz, einer Holocaustüberlebenden, an die jungen Menschen: „Nie wieder Krieg und dass ihr niemals das erleben müsst, was ich erleben musste. Es waren zwar nur viereinhalb Jahre meines Lebens (unter menschenverachtenden Umständen), aber genug Zeit, um sich die Psyche zu ruinieren und die Folgen bis heute verarbeiten zu müssen - sondern ich wünsche euch eine glückliche Zukunft.“

Alsdann überreichte das AG-Team der Ministerin, die bereits im Besitz einer kleinen Schwesterglocke ist, eine weitere. Diese solle ihre Arbeit als künftige Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) 2020 in Berlin bereichern und für ein effektives sowie vor allem friedvolles Miteinander sorgen. Dazu boten die Schüler an, auch die große Schwester-Glocke zur Unterstützung in Berlin vorbeizubringen.

In der Folge wurden die zahlreichen Besucher gebeten, sich selbst ein Bild von der tiefgründigen Arbeit der AG, aber auch der anderen Säulen der Friedensarbeit an der Schule wie auch des Berufsorientierungszweiges zu machen.
Gerne informierten die Schüler über ihre Projekte, vertieften sich in wertvolle Gespräche und waren froh, in den Gästen wiederum Multiplikatoren ihres Friedensgedanken gefunden zu haben. Durch selbstgestaltete Buttons – mit dem Logo der Friedens-AG – tragen die geladenen Besucher nun auch sichtbar dazu bei, dass über die Bedeutsamkeit von Frieden – Freiheit – Freundschaft gesprochen wird. Nicht zuletzt profitierten die Schüler von ihrer Aufforderung an die Gäste, Ziele auf der Europakarte zu markieren, an denen die Friedensglocke noch zum Einsatz kommen kann.

Die Wertschätzung ihrer Arbeit erfreute die jungen Menschen sehr – schließlich ist es doch wunderbar, wenn erkannt wird, dass das friedliche Miteinander sogar über dem Erreichen manches fachbezogenen Lernziels steht beziehungsweise ein lernfreundliches Unterrichtsklima schaffen kann.


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