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Kultur |


Nachricht vom 01.06.2010    

Viele kleine "Wakatanka" verzückten das Publikum

"Wakatanka" heißt das Kindermusical, das jetzt viele kleine Künstler im Daadener Bürgerhaus aufführten. Über 70 Darsteller tummelten sich auf der Bühne und erzählten die Geschichte des Indianerstammes auf der Suche nach den Bisons.

Daaden. Großen Zulauf hatten die Kinder der Daadetaler Knappenkapelle, der Chöre "Sunshine Kids" und "Regenbogen-Kids" bei der Aufführung ihres Kinder-Mitmach-Musicals "Wakatanka". Dafür hatten sie auch einige Monate mit ihren Dirigenten geprobt. Walter Strunk, Vorsitzender der Daadetaler Knappenkapelle, begrüßte die Gäste im Saal und freute sich, dass dieser bis auf den letzten Platz besetzt war. Eine kurze Einleitung gab es von Marco Lichtenthäler, dem Dirigenten der Knappenkapelle. Er übte zum einen den Schlachtruf der "Wakatanka" mit den Zuschauern und bat die Besucher, während des Stückes nicht zu applaudieren.
Die Wakatanka sind ein Indianerstamm, der schon seit einiger Zeit keine Bisons mehr zum Jagen findet. Die Erwachsenen machen sich große Sorgen, dass sie alle den kommenden Winter nicht überleben werden, eine Lösung des Problems wissen sie jedoch auch nicht. Die Geschichte las Sabine Bätzing-Lichtenthäler vor, die sich ebenfalls als Indianer verkleidet unter die etwa 70 Darsteller auf der Bühne begeben hatte. Nach kurzen Textpassagen folgten Lieder, die entweder der gesamte Chor oder verschiedene Solisten anstimmten. Die Kinder der Wakatanka bekamen die gedrückte Stimmung in ihrem Lager natürlich mit und entschlossen sich, allein aufzubrechen und die weißen Männer zu besuchen, welche Schuld am Verschwinden des Bisons hatten. Die Kinder im Publikum konnten sich aktiv am Geschehen beteiligen, so unterstützten sie durch Trampeln mit den Füßen das Hufgeklapper der Pferde oder sie halfen durch Pfeifen dem kleinen Bären, den Wind zu rufen. Auf ihrem Weg durch die Prärie, die Wolfsschlucht, den Fluss, das Moor und über die Berge erreichten die Kinder letztlich die Siedlung der Weißen. Sie forderten die Bleichgesichter auf, das Land wieder zu verlassen und ihnen den Bison zurück zu geben, doch dafür ernteten sie nur Hohn und Spott. Doch sie trafen auch auf einen Weißen, der ihr Freund war. Dieser riet ihnen, sich mit den Weißen zu arrangieren, da diese das Land ohnehin nie wieder verlassen würden. Die Kinder befragten den Wind nach dem Bison und ihr neuer Freund zeigte ihnen auf, wo sie die Bisons finden können. Mit diesem Wissen kehrten sie in ihr Lager zurück und dort feierten alle gemeinsam die Rückkehr und die Rettung durch das Wissen um die Bisons.
Eine der kleinen Solistinnen sang ein Lied über die Hände und was diese alles zu tun vermögen. Sie können verletzen, aber auch heilen. Hände können viel Schlechtes, aber genau so viel Gutes tun. Es kommt ganz darauf an, wie sie vom Kopf gelenkt werden, so hieß es darin sinngemäß. Und dies war auch die Botschaft des Musicals. Die Menschen müssen ihren Kopf einschalten, um gemeinsam in Frieden leben zu können. Da sich die Zuschauer die gesamte Aufführung über ganz ruhig verhalten hatten, applaudierten sie zum Schluss des Musicals umso kräftiger. "Applaus ist der Lohn des Künstlers" sagt ein Sprichwort und so wurden die jungen Darsteller sowie ihre Dirigenten ausgiebig belohnt. (anna)
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Wendelin der Wind kennt das Versteck der Bisons. Fotos: anna



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