Werbung

Nachricht vom 07.01.2020    

Straßenausbaubeiträge in Wissen: Bürgersprechtage bieten individuelle Informationen

Der Bürgermeister von Wissen und die Beigeordneten der Stadt mahnen Sachlichkeit in der aktuellen Diskussion um die Straßenausbaubeiträge an. Sie laden alle Bürger ein, zu den öffentlichen Sitzungen der Gremien der Stadt Wissen kommen und die Bürgersprechtage nutzen. Am 14. Januar werden die Beratungen fortgesetzt.

(Symbolbild: Archiv)

Wissen. In den nächsten Wochen werden sich der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wissen und der Stadtrat erneut mit der Frage befassen, welche Art der Beitragszahlung für den Straßenausbau eingeführt werden soll, bevor am 10. Februar der Stadtrat endgültig entscheidet. Los geht es mit einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 14. Januar um 18 Uhr im Kulturwerk in Wissen.

Stadtbürgermeister Berno Neuhoff und die Beigeordneten Claus Behner, Horst Pinhammer und Wolf-Rüdiger Bieschke bitten die Bürgerinnen und Bürger, an den öffentlichen Sitzungen zum Thema Straßenausbaubeiträge teilzunehmen, die Diskussion zu verfolgen und sich für die Bürgersprechtage am 6. oder 7. Februar anzumelden, um auch Einzelfragen für das eigene Grundstück stellen zu können. „Das versachlicht die teilweise emotional geführte Diskussion um das Thema Straßenausbaubeiträge“, so die Kommunalpolitiker, die sich eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema durch alle Beteiligten wünschen.

Straßenausbaubeiträge ausschließlich für Straßenausbau genutzt
„Es geht um eine wichtige Entscheidung in einer Sachfrage zur Finanzierung des künftigen Straßenausbaus im gesamten Stadtgebiet von Wissen und eine Weichenstellung für die Zukunft. Das hat nichts mit Haushaltssanierung zu tun, sondern richtet sich alleine nach den in Rheinland-Pfalz aktuell gültigen Gesetzen. Straßenausbaubeiträge werden ausschließlich für den Straßenausbau eingesetzt. Nur der von den Bürgern im Mai letzten Jahres gewählte Stadtrat ist demokratisch legitimiert, eine verantwortungsvolle Entscheidung über den Verbleib beim bisherigen System der Einmalbeiträge zu treffen oder einen Wechsel des Beitragssystems durch Satzungsbeschluss herbeizuführen. Dabei hat der Stadtrat das Wohl der Stadt und aller Bürger im Blick und trägt die Verantwortung für das gesamte Stadtgebiet und die Zukunft der Stadt Wissen. Dies unterscheidet ihn auch von Interessengruppen, die temporär zusammenkommen und sich wieder auflösen. Die vom Stadtrat zu entscheidende Frage ist, ob die Stadt Wissen an einer Straße wenige Bürger mit teils sehr hohen Einmalbeiträgen belastet oder in einer größeren Abrechnungseinheit viele Bürger mit geringeren wiederkehrenden Beiträgen, die auch nur dann entstehen, wenn in einer Abrechnungseinheit gebaut wird“, so der Stadtbürgermeister und die Beigeordneten in einer gemeinsamen Presseerklärung.



AK-Kurier Newsletter: So sind Sie immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Der „Stadtvorstand“ von Wissen verweist ferner darauf, dass es nun darum gehe, den gemeinsam gesetzten Zeitplan und das Für und Wider eines Systemwechsels möglichst gerecht abzuwägen, um dann eine wohlüberlegte Entscheidung treffen zu können. Mit Blick auf den Verfall von Fördermitteln aus dem Investitionsstock für die Eisen- und Hüttenstraße zum 30. Juni 2020 oder dem Förderprogramm „Aktive Stadt“ am 31. Dezember 2022 für die Rathausstraße, die in mehreren Abschnitten ausgebaut wird, kann diese Frage nicht aufgeschoben werden, sondern ist, wie bereits im Januar letzten Jahres festgelegt, jetzt zu entscheiden. Straßenausbaubeiträge zu erheben, sei keine Ermessensfrage für die Stadt Wissen, sondern die Verpflichtung ergebe sich unmittelbar aus Gemeindeordnung und Kommunalabgabengesetz Rheinland-Pfalz.

Entscheidung ist noch offen
Des weiteren weisen Beigeordnete und Stadtbürgermeister in der Pressemeldung darauf hin, das andere Kommunen und Städte im Kreis, beispielsweise in der VG Altenkirchen-Flammersfeld, der VG Hamm oder die Stadt Daaden, bereits seit Jahren das Abrechnungssystem wiederkehrender Beträge eingeführt haben und dass Befürchtungen und Ängste, die aktuell in der Bevölkerung geäußert werden, sich dort nicht realisiert haben. Derzeit sei offen, wie die Entscheidung ausfällt. Egal welche Entscheidung aber durch die legitimierten Stadträtinnen und Stadträte getroffen wird, diese beruht nach Angaben der Stadt auf sachlichen Erwägungen und sei in einem demokratisch legitimierten Verfahren zustande gekommen, in dem sich alle Mitglieder des Stadtrates umfassend über das Für und Wider der Einführung wiederkehrender Beiträge informiert haben.

Diese auch für die Bürger im Amtsblatt und im Internet bereitgestellten Informationen ermöglichen eine gezielte und sachgerechte Information aus erster Hand. Darüber hinaus bietet die Verbandsgemeindeverwaltung und die Stadt Wissen durch Einzelgespräche an, dass jeder Bürger für sein Grundstück spezifische Fragen und Informationen erhält. Dass mit beiden Bürgerinitiativen in Wissen Gespräche am Runden Tisch von Stadtbürgermeister und Fraktionsvorsitzenden stattfinden, wird von Seiten der Stadt ausdrücklich begrüßt. Terminvereinbarung für die Bürgersprechtage am 6. und 7. Februar sind vormittags beim Büro des Stadtbürgermeisters möglich, Telefon: 02742/9115151 oder unter Email: Stadtbuergermeister@rathaus-wissen.de (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Kreis Altenkirchen mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Lokales: Wissen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Haus & Grund: Herausforderungen für Vermieter im Kreis Altenkirchen

In der Stadthalle Betzdorf kamen am vergangenen Freitag die Mitglieder des Haus- und Grundeigentümervereins ...

Feierstunde im Kirchener Rathaus: Beförderung und Jubiläum geehrt

Im Kirchener Rathaus fand eine Feierstunde statt, bei der Patrick Brück befördert und Igor Klippel für ...

Jugendliche Auseinandersetzung auf Aldi-Parkplatz in Herdorf

Am frühen Donnerstagabend kam es auf dem Aldi-Parkplatz in Herdorf zu einer Auseinandersetzung zwischen ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Neue Regeln für die Biotonne ab Mai

Ab dem 1. Mai gelten in Deutschland strengere Vorschriften für die Befüllung der Bioabfalltonne. Ziel ...

Westerwald-Gymnasium verabschiedet 71 Abiturienten – mit Auszeichnungen und Zuversicht

Nach 13 Jahren Schulzeit haben 71 Schülerinnen und Schüler des Westerwald-Gymnasiums Altenkirchen ihre ...

Weitere Artikel


Sternsinger brachten den Segen für das neue Jahr

Als Sternsinger waren in den ersten Tagen des neuen Jahres auch wieder Kinder aus Pracht unterwegs. Sie ...

Prachter Bauausschuss zu Besuch bei der Firma TMD FRICTION

Zum Abschluss des Jahres 2019 tagte der Bauausschuss der Ortsgemeinde Pracht und besuchte die Firma TMD ...

Tennisturnier „AK Ladies Open“ geht in die siebte Runde

Spiel, Satz und Sieg: Das Tennisturnier „AK Ladies Open“ geht vom 23. Februar bis 1. März in die siebte ...

Polizei bittet um Hinweise: Trickdiebstähle in Altenkirchen und Flammersfeld

Unbekannte haben mit mehreren Trickdiebstählen in Altenkirchen und Flammersfeld mehr als 2000 Euro ergaunert. ...

Oliver Schepp mit „Hirnklopfen“ im Haus Hellertal

Der Kleinkunstverein Die Eule Betzdorf e.V. hat für Samstag, den 18. Januar 2020 Felix Oliver Schepp ...

125 Veranstaltungen rund um das Thema Natur zu jeder Jahreszeit

125 Veranstaltungen auf 64 Seiten – die Regionalstelle Rhein-Westerwald des Naturschutzbund (NABU) hat ...

Werbung