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Nachricht vom 28.02.2020    

Caritas-Laden in Altenkirchen wird sehr gut angenommen

Nach einem guten halben Jahr fällt das erste Fazit positiv aus: Der Caritas-Laden in der Altenkirchener Fußgängerzone erfreut sich eines immer größer werdenden Zuspruchs. Der beste Beweis: Seit dem Start im August des vergangenen Jahres wurden die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Christa Abts und Bert Schmitz sind froh, dass der Caritas-Laden in der Fußgängerzone sich guten Zuspruchs erfreut. (Foto: hak)

Altenkirchen. Raus aus den beengten Räumen im Keller und rein in das Ladenlokal mitten in der Stadt: Die Caritas Altenkirchen hat ihren Schritt, die Kleiderkammer im Untergeschoss ihres Stammsitzes in der Rathausstraße gegen ein "richtiges" Geschäft in der Fußgängerzone zu tauschen, bislang nicht bereut. "Wir sind zufrieden. Das Angebot wird sehr gut angenommen. Das Wagnis hat sich gelohnt. Der Laden trägt sich ", betonen Christa Abts, die Vorstandsvorsitzende des Verbandes, und Bert Schmitz, Leiter des Shops, gleichlautend als Sechs-Monate-Bilanz. Seit dem 1. August des vergangenen Jahres hatten beide Zeit, das Experiment zu verfolgen und zu bewerten - mit dem Resultat, dass die Zeiten, in denen der Verkauf stattfindet, erweitert werden mussten. "Gebrauchtes fair kaufen" lautet das Motto. In erster Linie ist es Second-Hand-Mode für Frauen, Männer und Kinder.

Drangvolle Enge zu Ende
"Sehr gut erhaltene, gebrauchsfertige und saubere Kleidung sowie Haushaltsartikel wie Porzellan können während den Ladenöffnungszeiten abgegeben werden", sagt Abts und macht deutlich, dass die Kleiderkammer im Caritas-Gebäude in der Rathausstraße ihre Schuldigkeit getan hat. "Viele ehrenamtlich Tätige waren froh, dass die drangvolle Enge in mehreren Räumen und auf den rund 60 Quadratmetern ,unter der Erde' eine Ende hatte", berichtet sie. Inzwischen wird das Sortiment auf rund 120 Quadratmetern ansprechend präsentiert, befindet sich das Lager abgetrennt vom eigentlichen Verkaufsraum. Bevor der Umzug gewagt wurde, hatte sich die Caritas drei mögliche Geschäftsräume angesehen. Schließlich fiel die Wahl auf die leer stehende Einheit in der Wilhelmstraße 12 (ehemals Bekleidungsgeschäft "Mode & Trachten"), und damit ist die direkte Nachbarschaft zum Mehrgenerationenhaus "Mittendrin" gegeben, mit dem, so Schmitz, ein gutes Miteinander gepflegt werde. "Der Vermieter ist uns entgegengekommen", deutet Abts in Sachen Standortentscheidung zudem ein gutes finanzielles Abkommen an, weil er interessiert gewesen sei, dass wieder "Leben" ins Erdgeschoss einziehen sollte.

Kontrolle an Ort und Stelle
Die Kontrolle der überlassenen Kleidungsstücke erfolgt noch an Ort und Stelle. Sollten Teile einmal nicht den Ansprüchen genügen, werden sie aussortiert und an das Deutsche Rote Kreuz weitergegebenen. Die Quote liege bei 70:30 zugunsten des Verbleibs, nennt Schmitz ein Maß für die doch recht hohe Qualität. Hin und wieder freuen sich die Mitarbeiter über noch original verpackte Ware. Informationen, was wie viel kostet, gibt eine Preisliste, die gegenüber der Kasse aushängt. Sehr oft sind es Frauen, die als Kunden auftreten. "80 bis 90 Prozent", lautet die Einschätzung von Schmitz, "Männer kommen meistens, um Pullover oder Berufskleidung zu kaufen." Die Palette der Konfektionsgrößen ist weit gefasst. Sie reicht von 34 bis 56 (Frauen) und bis mindestens 3 XL (Männer). Selbst Designermode von Marken wie beispielsweise Hugo Boss ist keine Seltenheit. Hin und wieder gibt es Themenwochen, in denen Blazer oder Trachten besonders beworben und somit günstig erstanden werden können. Als flankierende Maßnahme weist das an den Aktionen ausgerichtet dekorierte Schaufenster, das regelmäßig sowieso umgestaltet wird, auf die "Spezialitätentage" hin.



Jeder kann einkaufen
Abts räumt noch einmal nachdrücklich mit der teils geäußerten Meinung auf, das Angebot sei nur einem bestimmten Personenkreis vorbehalten. "Nein", erläutert sie, "es sind keine Scheine oder Genehmigungen erforderlich, um hier einkaufen zu können." Der Laden stelle ein preiswertes Angebot für einkommensschwache Menschen dar und sei eine unbürokratische Bekleidungshilfe für Menschen in Notsituationen sowie eine Einkaufsalternative für Konsumbewusste. Ganz wichtig findet Abts, dass eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle und verantwortungsvolle Verwendungsmöglichkeit für gebrauchte Textilien geschaffen wurde: "Es darf nicht mehr so viel weggeworfen werden. Die Nachhaltigkeit muss in den Vordergrund rücken."

Toptag ist mittwochs
Aktuell arbeiten neben Schmitz, von Hause aus gelernter Kaufmann, neun Ehrenamtler mit, so dass immer zwischen zwei und vier "Angestellte" bei Anprobe & Co. zur Seite stehen können. "Der Mittwoch ist der Tag mit der höchsten Frequenz", ist für Schmitz der Spitzenreiter schnell ausgemacht, an dem das Geschäft auch von 9 bis 17 Uhr öffnet. Montags, dienstags, donnerstags und freitags besteht die Shopping-Möglichkeit von 9 bis 14 Uhr, samstags ist geschlossen. (hak)

Wer gerne im Team mitmachen möchte, wendet sich an Tel. 02681/9838828.



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