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Nachricht vom 04.07.2010    

Zwei bedeutende Projekte in Wissen eröffnet

Gleich zwei gelungene Projekte in Wissen wurden offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dazu kam der rheinland-pfälzische Verkehrs- und Wirtschaftsminister am Samstag in die Altstadt. Die dritte Verkehrsachse im Siegtal wurde ihrer Bestimmung übergeben und der Botanische Weg eingeweiht. Ein Tag der Freude für alle Beteiligten, der gebührend gefeiert wurde.

Wissen. Die offizielle Verkehrsfreigabe der Verbindungsstraße von der B 62 zur L 278 und die Einweihung des Botanischen Weges wurde in Wissens Altstadt gefeiert. Dazu kam der Rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering am Samstag an die Sieg. Denn die Verbindungsstraße hat eine historische Bedeutung, sie ist die dritte Verkehrsachse im Siegtal. Daran ließen die Festredner keinen Zweifel. Bürgermeister Michael Wagener begrüßte die Festgäste auf historischem Boden in der Siegstraße. Hier führte einst die alte Straße in Richtung Morsbach, erst nach dem Krieg mit dem Brückenneubau bekam die Siegstraße ein anderes Gesicht.
Die Altstadt sei die Keimzelle der Stadt Wissen sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht aber auch in Sachen Bewegung. Hier gab es die Zollstation, die Wege zu den Gruben und Hütten führten hier vorbei. „Als vor 15 Jahren das Walzwerk endgültig die Pforten schloss, begann ein schwerer Weg“, erinnerte Wagener an die Zeit. Es sei nun neben der Eisenbahnlinie und der Bahnparallele die dritte große Verkehrsachse entstanden. Es habe viele Puzzleteile gegeben, die zum Gesamtwerk geführt hätten, mit rund 7,8 Millionen Euro eine Investition, die ohne Hilfe des Landes (rund 3 Millionen Euro) niemals möglich gewesen wäre.
Die Verbindungsstraße als Verkehrsentlastungsstraße für die B 62 und L 278 innerstädtisch hat zwei Brücken und eine Gesamtlänge von rund 1,6 Kilometern. Mit der Bornscheidtbrücke über die Bahn wurde im Jahr 2003 begonnen, die Firma Brucherseifer baute die Straße entlang ihrer Werkshallen nach Vorgaben und ging in Vorleistung mit der Finanzierung. Die neue Siegbrücke wurde 2008 fertiggestellt und es folgte der Kreisverkehrsplatz in der Altstadt. Im Jahr 2009. Seit wenigen Wochen ist das „Wissener Ei“ fertig und damit hat das Tor zur Stadt ein völlig neues ansprechendes Gesicht erhalten.
Die Idee eines Botanischen Weges hatte das langjährige Ratsmitglied Manfred Steinmann einst als langfristiges Projekt entwickelt. Wagener stellte die Geschichte des 35 Kilometer langen Wanderweges kurz vor. Alle Ortsgemeinden seien angebunden, insgesamt 85 Thementafeln entlang des Weges aufgestellt, die auf die Besonderheiten des Wisserlandes hinweisen. Es entwickelte sich bei der Realisierung eine Eigendynamik, die zu Förderungen durch das Land und den Kreis führte. Mit der Anbindung an den Westerwaldsteig erhielt der Botanische Weg eine überregionale Bedeutung. Die Gesamtkosten lagen bei rund 198.600 Euro, davon förderte das Land mit rund 75.100 Euro und der Kreis förderte mit zusätzlichen 30.000 Euro die Realisierung. „Es gibt bereits sieben Wegepatenschaften, es könnten noch mehr werden“, meinte Wagener.
„Sie alle können stolz auf die Entwicklung ihrer Stadt sein, die in den letzten Jahren vollzogen wurde“, sagte Hering. Mit Humor hatte er an den ersten Besuch Ende der 90er Jahre erinnert, wo die Industriebrache und der „Rumpfbahnhof“ prägend gewesen seien. Hering freute sich, gleich zwei bedeutende Projekte offiziell ihrer Bestimmung übergeben zu können. Sein Lob galt dem heute so attraktiven Gewerbegebiet, der Schaffung des Kulturwerkes Wissen als Beispiel gelungener ziviler Konversion. Der Regio-Bahnhof und jetzt das neue Projekt zeige auch das Engagement des Landes. „Wissen ist uns lieb und teuer“, so Hering. Mit der Einweihung des Botanischen Weges werde das Angebot im Siegtal noch attraktiver. „Der Botanische Weg bietet eine gute Ergänzung zum Prädikatswanderweg Westerwaldsteig“, hob der Minister hervor. Der Tourismus in Rheinland-Pfalz sei einer der deutendsten Wirtschaftssektoren des Landes, und diese Position gelte es zu halten und auszubauen. „Die Prädikatswanderwege prägen das Image des Wanderlandes Rheinland-Pfalz, der Westerwaldsteig ist ein Erfolg“, sagte Hering und wünschte dies auch dem Botanischen Weg.
Landrat Michael Lieber gratulierte zu beiden Projekten. Die Verbindungsstraße bringe die so wichtige Entlastung für die innerstädtische B 62, das sei ein wichtiger Schritt. Die Konzeption des Botanischen Weges sei stimmig gewesen, vor allem die Vernetzung mit dem Westerwaldsteig, deshalb habe der Kreis das Projekt gerne gefördert, sagte Lieber.
Mit dem Segen von Pfarrer Martin Kürten, der die Ökumene vertrat, wurden Straße und Wanderweg bedacht. Für die Musik hatte die Stadt- und Feuerwehrkapelle gesorgt. Gemeinsam wurde das symbolische Band zerschnitten und man genoss im Schatten ein kühles Getränk und einen Imbiss, den beide Gastronomen in der Siegstraße gemeinsam servierten. Text/Fotos. Helga Wienand
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Die offizielle Freigabe der neuen Verbindungsstraße L278 zur B 62 erfolgte am Samstag in Wissen. Von links: Pfarrer Martin Kürten, MdL Thorsten Wehner, Staatsminister Hendrik Hering, Bürgermeister Michael Wagener, MdB Erwin Rüddel und Landrat Michael Lieber. Fotos: Helga Wienand


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