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Nachricht vom 24.07.2010    

Auch L 279 teilweise in erbärmlichem Zustand

Neben der L 278 von Wissen in Richtung Morsbach ist auch die L 279 zwichen Katzwinkel und Friesenhagen teilweise eine Strecke, die nicht nur Autofahrern die Haare zu Berge stehen lässt. Eng, in schlechtem Zustand, extrem abfallende Ränder. Der Landtagsabgeordnete der CDU, Dr. Josef Rosenbauer, steht nicht allein mit seiner Meinung, dass hier unverzüglich gehandelt werden muss.

Friesenhagen/Katzwinkel. Erst Luftanhalten, dann erleichtertes Ausatmen: Mit Augenmaß und Millimeterarbeit quetschen sich auf der L 279 zwischen Friesenhagen und Katzwinkel zwei Fahrzeuge aneinander vorbei und schaffen es tatsächlich, ohne am abschüssigen Straßenrand herunterzurutschen und auf die Seite zu kippen.
Dass Erzählungen über das Gefahrenpotential der Strecke kein Stoff für spannende Drehbücher, sondern immer noch traurige Realität auf der L 279 zwischen Katzwinkel und Harbach sind, zeigte sich dem Abgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Josef Rosenbauer, einmal mehr seinem einem Ortstermin. Direkt an der Straße traf er sich mit den Leid Tragenden aus Friesenhagen, Katzwinkel und Harbach. Mit dabei waren ebenfalls Friesenhagens Bürgermeister Bruno Schuh, CDU-Fraktionssprecher Herbert Hombach, 1. Beigeordneter Werner Würden sowie aus Katzwinkel CDU-Fraktionssprecher Ernst Dornhoff und 1. Beigeordneter Peter Weber. Harbachs Bürgermeister Andreas Buttgereit ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen.
Das Schauspiel, das sich der Gruppe auf ruinierter Straßendecke und extrem zu den Seiten abfallender Fahrbahn bot, ließ MdL und CDU-Kreisvorsitzenden Rosenbauer Schlimmstes befürchten: "Wenn das hier jeden Tag so geht, grenzt es an ein Wunder, dass noch keine ernsthaften Unfälle passiert sind. Nicht auszudenken, was einem voll besetzten Schulbus passieren kann, solange diese Straße so bleibt, wie sie ist."
Dabei, berichtete Rosenbauer, habe das Verkehrsministerium in Rheinland-Pfalz den dringenden Sanierungsbedarf ja schon längst erkannt. So zähle es in einer Antwort auf seine Anfrage die L 279 zwischen Friesenhagen und Katzwinkel zu den grundsätzlich sanierungsbedürftigen Straßenabschnitten im Land. Allerdings, außer dem Aufstellen von Warnschildern und Geschwindigkeitsbegrenzungen bis auf 10 Km/h (!) auf einer Landesstraße sehe die Landesregierung offenbar keinen weiteren Handlungsbedarf. Rosenbauer will daher die Anlieger, Bürgermeister und engagierten Bürgerinnen und Bürger im Kampf um Abhilfe unterstützen und sich persönlich an Verkehrsminister Hendrick Hering wenden. Herzlich lade er ihn ein, bei einem Ortstermin den täglich wiederholten "Thriller" auf der Straße mitzuerleben. Auf eine große Hoffnung setzt Rosenbauer dabei: Die Sanierung des ersten Teilabschnittes bis Harbach habe man in der Vergangenheit ja bereits hart, aber erfolgreich erkämpft. "Warum bis heute nicht weiter gemacht worden ist, bleibt ein Rätsel. Aber wir sind kampferprobt und wir lassen nicht locker."
Einen guten Tipp zur Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen, so entdeckten die Anwesenden, hatte ein Unbekannter Verkehrsminister Hering schon mal auf den Asphalt gesprüht. Er lautet kurz und knapp: "Nürburgring".
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Foto: Eng und gefährlich - die L 279 zwischen Katzwinkel und Friesenhagen.



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