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Nachricht vom 13.08.2020    

Schulen des Kreises: Konzept für mehr Reinigungen wird erarbeitet

Die Herausforderung für die verschiedenen Schulträger im Landkreis Altenkirchen ist vor dem Beginn des neues Schuljahres identisch: Sie müssen dafür sorgen, dass in Zeiten der Covid-19-Pandemie der nunmehr für alle Jungen und Mädchen zwingend vorgeschriebene Präsenzunterricht von Montag, 17. August, an gewährleistet ist. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schüler einer in zwei Hälften geteilten Klasse jeweils im wöchentlichen Wechsel unterwiesen wurden.

Auch im Altenkirchener Schulzentrum, für das der Kreis verantwortlich ist, kehren alle Schüler am Montag gleichzeitig zum Präsenzunterricht zurück. (Foto: hak)

Kreis Altenkirchen. Der Landkreis Altenkirchen ist Träger von 16 weiterführenden Schulen zwischen Willroth und Niederschelderhütte, während die Grundschulen im AK-Land in der Regel unter Obhut der Verbandsgemeinden stehen. Sie alle aber mussten dafür sorgen, dass von Beginn des neuen Schuljahres an (Montag, 17. August) Präsenzunterricht für alle Schüler wieder möglich ist - im Gegensatz zu den Einschränkungen, die bis zu den Sommerferien in Kraft waren, und zum Lernen über das Internet. Das Hauptaugenmerk in den zurückliegenden Tagen und Wochen galt der Umsetzung der von der Landesregierung vorgegebenen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen. Nicht Nordrhein-Westfalen folgend, das derzeit das Gros der Corona-Neuinfektionen meldet, ist eine Maskenpflicht während der Schulstunden in Rheinland-Pfalz (noch) nicht angesagt, darüber hinaus indes immer eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen (Pausen, Klassenraumwechsel, etc). Wie der Kreis die Vorbereitungen für "seine" Schulen umgesetzt hat, beantwortet Tobias Gerhardus als zuständiger Erster Kreisbeigeordneter in einem Gespräch mit dem AK-Kurier.

Welche Maßnahmen hat der Kreis für seine Schulen abseits der üblichen Grundreinigung ergriffen, um Präsenzunterricht für alle zu gewährleisten?
Als Grundlage für den Schulbeginn am 17. August dient der „Hygieneplan Corona für Schulen in Rheinland-Pfalz“ in der vierten überarbeiteten Fassung, der ab dem 1. August gültig ist. Darin werden die wesentlichen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen für alle am Schulleben beteiligten Personen klar benannt. Der Landkreis Altenkirchen wird zum Schulbeginn zunächst an der täglichen Reinigung der Schulgebäude festhalten, da sich dies in den vergangenen Monaten bewährt hat. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf den Flächen, die häufig berührt werden, beispielsweise Türklinken, Handläufe, Licht- und andere Schalter sowie Tischflächen. Im Sanitärbereich ist eine tägliche Reinigung laut aktuellem Hygieneplan zudem ohnehin vorgeschrieben. Gemeinsam mit dem Dienstleister erarbeitet die Schulabteilung derzeit ein Konzept, wie der Mehraufwand an Reinigung sowohl personell als auch finanziell gewährleistet bzw. sichergestellt werden kann.

Welche Maßnahmen stehen bis zum 17. August noch zur Umsetzung an?
Im Vorfeld der stufenweisen Schulöffnung wurden den Schulen je nach Gebäudegröße mobile Desinfektionssäulen zur Verfügung gestellt, die an den einzelnen Zugängen aufgestellt sind. Zusätzliche Anschaffungen seitens des Schulträgers sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant. Zudem wurden durch die Schulhausmeister Wegweiser – teilweise „Einbahnstraßensysteme“ – sowie Abstandsmarkierungen angebracht. Durch diese Maßnahmen ist der Zutritt zum Gebäude ohne Begegnungsverkehr möglich. Die jeweiligen Schulleiter können jedoch als Budgetverantwortliche im Rahmen des Schulbudgets, in Absprache mit dem Schulträger, weitere Anschaffungen tätigen.



Wie hoch waren und sind die Kosten für die speziellen Maßnahmen?
Endgültige Kosten lassen sich derzeit noch nicht beziffern. Für die Anschaffung von Desinfektionsmittelspendern und Desinfektionsmitteln für die kreiseigenen Schulen wurden rund 27.000 Euro aufgewendet.

Macht der Kreis weitere, über die vom Land festgelegten Vorgaben in Sachen Abstand und Hygiene?
Nein!

Ist genügend Material (Desinfektionsmittel, Wegweiser, Aufkleber etc, ggf. Mund-Nase-Bedeckungen) vorhanden?
Ja. Desinfektionsmittel: Das Robert-Koch-Institut sowie unser Gesundheitsamt empfehlen gründliches und regelmäßiges Händewaschen als völlig ausreichend. Nur dort, wo keine Möglichkeit dazu besteht, soll der sparsame Einsatz von Desinfektionsmitteln erfolgen. Alle Schulen sind wie beschrieben mit Spendern ausgestattet. Desinfektionsmittel, Seife und Einmalhandtücher werden, wie bisher bereits üblich, von den Schulen selbst beschafft. Lediglich da, wo es zu Schwierigkeiten kommt, beschafft der Landkreis. Wegweiser /Aufkleber:Diese werden von den Hausmeistern in Abstimmung mit der Schulleitung angebracht und, wo erforderlich, erneuert. Mund-Nase-Bedeckung: Diese ist von den Schülerinnen und Schülern selbst mitzubringen und sollte mittlerweile in der Anschaffung kein Problem mehr darstellen. Eine Erstausstattung erfolgte noch im alten Schuljahr durch das Land.

Wird sich Landrat Dr. Peter Enders in den ersten Schultagen ein Bild vom Ablauf des Schulalltages unter den besonderen Bedingungen an einer Schule machen?
Die Schulen sind gut vorbereitet, alle Beteiligten gehen besonnen mit der Situation um. Wenn kurzfristig nachgebessert werden muss, steht der Kreis an der Seite der Schulen. Der Landrat plant auch Schulbesuche, um sich vor Ort ein Bild der Abläufe zu machen. (hak)


Mehr dazu:   Coronavirus  
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