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Nachricht vom 06.09.2010    

Das Spektakel wartete in luftiger Höhe

Bestes Sommerwetter bescherte dem Segelflugclub Betzdorf-Kirchen am Wochenende einen fulminanten Besucheransturm. Zum "Tag der offenen Tür" am Samstag und Sonntag kamen an die 5000 Besucher auf den Flugplatz nach Katzwinkel-Wingendorf, um Formationsflüge zu bestaunen oder selbst einmal in ein Motorflugzeug zu steigen.

Die Motoren standen selten still: Beim Tag der offenen Tür des SFC Betzdorf-Kirchen waren Rundflüge über den Westerwald heiß begehrt. Fotos: Thorben Burbach

Katzwinkel. Er ist schon längst gute Tradition, der "Tag der offenen Tür" des Segelflugclubs (SFC) Betzdorf-Kirchen am ersten Septemberwochenende. In den letzten Jahren war das Wetter stets durchwachsen gewesen. Umso mehr freute man sich beim SFC Betzdorf-Kirchen, dass sich am Wochenende ein geradezu perfektes Wetter für das Flugprogramm am Himmel einstellte. Der Sommer zeigte sich noch einmal von seiner besten Seite und bescherte dem Segelflugclub Betzdorf-Kirchen einen wahren Besucheransturm. Am Samstag und Sonntag kamen rund 5000 Besucher auf den Flugplatz nach Katzwinkel-Wingendorf, um das atemberaubende Treiben in der Luft zu bestaunen oder selbst einmal in ein Motorflugzeug zu steigen.

"So einen tollen "Tag der offenen Tür" hatten wir die letzten 10 Jahre nicht", freute sich Armin Brast, 1. Vorsitzender des SFC Betzdorf-Kirchen. Besonders am Verkaufsstand, wo es Lose und Plätze für die Rundflüge zu erwerben gab, herrschte ein riesiger Andrang. Ein Meer von kleinen Zettelchen hatte sich auf dem Boden gebildet, denn bei der Tombola warteten die begehrten Rundflüge als Hauptgewinn. Etwa 250 flugbegeisterte Besucher zählte Doris Klein in ihrer Liste, die sich einen Rundflug über die Landschaft des Westerwaldes gesichert hatten. Aufgrund der hohen Nachfrage war es sogar am Sonntagnachmittag fraglich, ob überhaupt alle zu ihrem Flug aufbrechen konnten. Ausstehende Flüge könnten aber problemlos in naher Zukunft nachgeholt werden, hieß es von Vereinsseite. Eine Maschine nach der anderen stieg in den Luftraum über Katzwinkel empor und sorgte bei den Insassen für den besonderen Nervenkitzel. Eine Cessna 172, eine viersitzige Remorqueur 180, eine Mooney 201 sowie eine Piper Dakota waren am Wochenende im Einsatz, um die Passagiere sicher über die naheliegenden Ortschaften zu befördern. Während in luftiger Höhe Hochbetrieb herrschte, eilte Michael Weller auf dem Flugplatz hin und her. Er koordinierte den Flugbetrieb und war über ein Funkgerät stets erreichbar.



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Bei den Flugvorführungen konnten sich die Besucher über Doppeldecker der Marke Focke-Wulf FW 44 Stieglitz freuen. Jörg Pilling und Paul Fries waren mit ihrer "FW 44 D-EMIL" aus Egelsbach angereist und demonstrierten in ihrem blaulackierten Doppeldecker ihr Können. Derweil waren auf dem Gelände des Flugplatzes verschiedene Motor- und Segelflugzeuge ausgestellt. So mancher Nachwuchspilot testete schon einmal, wie es sich in einem Cockpit mit allerhand Hebeln und Anzeigen so anfühlt. Ein seltenes Exemplar präsentierte Georg Wäschenbach, der eine Cessna 140, Baujahr 1947, zur Schau stellte. Dieses Modell des amerikanischen Herstellers Cessna Aircraft aus Wichita/Kansas sei der Stammvater aller Cessnas, die zu den erfolgreichsten kolbengetriebenen Motorflugzeugen der Welt zählen. Zu Beginn des Jahres war der 100 PS starke Zweisitzer zur Restauration aus den USA nach Mönchengladbach überführt worden. Eine Strecke von 800 Kilometern schaffe die Cessna mit einer Tankfüllung, sagte Wäschenbach, der die Maschine nun im Westerwald stationiert hat.

Einen besonderen Dank richtete Brast an Hanna und Harald Starsinski, die die Veranstaltung maßgeblich organisiert hatten. Ebenso wie Hanna Starsinski ist auch ihre Tochter Dörte als Fluglehrerin im Verein tätig. Dies sei einmalig in Rheinland-Pfalz, betonte Brast. Insgesamt nutzen etwa 90 aktive Flieger den Flugplatz in Katzwinkel und können dabei auf 11 vereinseigene Flugzeuge, darunter acht Segel- und drei Motorflugzeuge, zurückgreifen. (Thorben Burbach)


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