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Nachricht vom 04.10.2010    

Handwerk im Norden des Landes an der Spitze

Die Ergebnisse des Kammerbezirks Koblenz der HwK können sich sehen lassen - und verkünden Erfreuliches. Das Handwerk im Norden des Landes liegt an der Spitze. Dies ergab die aktuelle Konjunkturbefragung für den Kammerbezirk

Grafik: Geschäftslage des Handwerks im Kammerbezirk Koblenz Die Beurteilung der Geschäftslage im nördlichen Rheinland-Pfalz liegt im Vergleich zum Land an der Spitze und deutlich über den Vorjahreswerten.

Koblenz. Nach der aktuellen Konjunkturbefragung der Handwerkskammer Koblenz unter 2.800 Mitgliedsbetrieben schätzen 90 Prozent der Betriebsinhaber ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Im Vorjahr waren es nur 73 Prozent. Der spürbare Aufwärtstrend vom Frühjahr setzt sich somit fort. Die Koblenzer Ergebnisse liegen im Vergleich zum Landesdurchschnitt, bei dem 85 Prozent der befragten Betriebe eine zufriedenstellende Geschäftslage angeben, an der Spitze im Land. Auch die Erwartungen der Geschäftslage für die nächsten drei Monate bleiben im Kammerbezirk Koblenz mit 89 Prozent stabil.
„Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage im Handwerk im Bezirk der HwK Koblenz stimmen uns optimistisch. Dennoch werden wir unsere Bemühungen, die Stabilität und Planungssicherheit für unsere Unternehmen zu verbessern, weiter verfolgen“, so HwK-Präsident Werner Wittlich und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden. „Das Konjunkturpaket II hat die Umsatz- und Beschäftigungssituation im Handwerk insbesondere in den Bau- und Ausbauhandwerken gestützt. Weiterhin soll die bundesweite Imagekampagne des Handwerks dazu beitragen, die Bedeutung des Handwerks für die deutsche Wirtschaft noch stärker in den Vordergrund zu stellen und das Handwerk zu stabilisieren“, so die Kammerspitze. Die Ergebnisse einzelner Konjunkturindikatoren wie Umsatzentwicklung und Auftragseingang sind besser als im Vorjahr. Dagegen haben sich die Einkaufspreise auf dem Beschaffungsmarkt für die Betriebe weiter erhöht.
Geschäftslage nach Regionen und Branchen
Die Stimmungslage in den einzelnen Landkreisen liegt in einer Bandbreite von 82 bis zu 100 Prozent, die ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend beurteilen. Das beste Geschäftsklima melden in diesem Herbst die Betriebe in Koblenz und im Rhein-Hunsrück-Kreis, den niedrigsten Wert geben hingegen die befragten Betriebe in den Kreisen Westerwald und Cochem-Zell an.
In den einzelnen Handwerksbranchen ist die Beurteilung der Geschäftslage im Kammerbezirk Koblenz recht unterschiedlich. Von den Betrieben für den gewerblichen Bedarf wie Feinwerkmechaniker, Metallbauer oder Elektromaschinenbauer geben 90 Prozent eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage an (Vorjahreswert in Klammern: 66 Prozent). Die beste Einschätzung melden im Herbst 2010 die befragten Ausbaubetriebe wie Tischler, Maler, Installateur und Heizungsbauer, Elektrotechniker mit 94 Prozent und die befragten Baubetriebe mit 92 Prozent (82 Prozent und 69 Prozent). Bei den Kfz-Betrieben und im Nahrungsmittelgewerbe liegt der Anteil der Befragten mit einer guten und zufriedenstellenden Geschäftslage bei 81 Prozent bzw. 80 Prozent (69 Prozent und 63 Prozent). Von den Betrieben der personenbezogenen Dienstleistungen wie Friseur, Fotograf, Textilreiniger melden aktuell 88 Prozent ein zufriedenstellendes Geschäftsklima (91 Prozent). Bei den Betrieben im Gesundheitsgewerbe liegt der Anteil der Befragten mit einer guten und zufriedenstellenden Geschäftslage bei 73 Prozent (62 Prozent).
Gestiegene Auslastung der Betriebe
Bei der Kapazitätsauslastung erreichen die Handwerksbetriebe in der Region Mittelrhein einen höheren Wert als der Landesdurchschnitt, der bei 67 Prozent liegt. 73 Prozent der befragten Unternehmer geben an, zu mindestens 70 Prozent (63 Prozent) ausgelastet zu sein. Spitzenreiter sind hier die Betriebe der Bau- und Ausbauhandwerke mit 87 und 81 Prozent (jeweils 74 Prozent). Von den Handwerken für den gewerblichen Bedarf geben 66 Prozent eine zufriedenstellende Auslastung an (47 Prozent).
Beim Auftragsvorlauf liegen die Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 8,3 Wochen über dem Landesdurchschnitt von 7,8 Wochen. Hier geben die Betriebe für den gewerblichen Bedarf mit 10,0 Wochen den höchsten, hingegen die Betriebe der personenbezogenen Dienstleistungen mit 2,0 Wochen den niedrigsten Wert an.
Auftragseingang und Umsatzentwicklung zufriedenstellend
Der Auftragseingang und der Auftragsbestand entwickeln sich im Herbst 2010 positiv. Im vergangenen Jahr gaben 69 Prozent einen konstanten oder gestiegenen Auftragseingang an, jetzt sind es 81 Prozent. Einen konstanten oder gestiegenen Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal gaben im Vorjahr 67 Prozent der Befragten an, jetzt sind es 84 Prozent.
Auch die Ergebnisse der Umsatzentwicklung der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz liegen leicht über dem Landesdurchschnitt und über den Vorjahreswerten. 84 Prozent (69 Prozent) geben höhere oder zumindest gleiche Einnahmen gegenüber dem Vorquartal an. Im Landesdurchschnitt sind dies 78 Prozent (66 Prozent).
Allerdings ist der Preisdruck für die Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz nicht gesunken. 42 Prozent (30 Prozent) der Befragten geben steigende Einkaufspreise an. Nur 9 Prozent können höhere Verkaufspreise bei ihren Kunden durchsetzen (7 Prozent).
Investitionstätigkeit gut – Beschäftigungssaldo positiv
Im Kammerbezirk Koblenz investieren derzeit 41 Prozent (35 Prozent) der befragten Betriebe eine durchschnittliche Summe von 70.000 Euro (18.000 Euro).
„Die Investitionstätigkeit der Betriebe ist sehr erfreulich und auch die Beschäftigungsbilanz bleibt nach dieser Befragung weiter positiv“, zieht die HwK-Spitze ein positives Resümee aus der aktuellen Konjunkturbefragung. 20 Prozent (16 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz stellen Mitarbeiter ein, nur 7 Prozent (10 Prozent) nehmen Entlassungen vor.
Die HwK Koblenz unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe mit einem umfassenden betriebswirtschaftlichen und technischen Beratungsservice zu Fragen der Finanzierung mit öffentlichen Mitteln, Kostenrechnung, Marketing, Gestaltung von Produkten und Ideen und vielem mehr. „Wir möchten für unsere Mitgliedsbetriebe in allen Fragen erster Ansprechpartner sein, wenn diese in neue Märkte investieren oder erstmals einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen möchten“, betonen Werner Wittlich und Alexander Baden und fordern die Handwerksbetriebe auf, das HwK-Beratungsangebot für sich effektiv zu nutzen.
Informationen zu Einzelheiten der Herbstbefragung 2010 bei der Handwerkskammer Koblenz, Telefon 0261/ 398-257, Telefax 0261/ 398-994, beratung@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de.


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