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Nachricht vom 06.05.2016 |
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Vereine |
Blick in Archiv des SV Wissen |
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Als vor 82 Jahren die Aufnahme im "Schalander" der früheren Germania-Brauerei Wissen entstand, war der 1. Mai zwar auch Feiertag, aber unter anderer Bedeutung, die die damaligen Machthaber festgelegt hatten. Es gab die Betriebsversammlung und der Gerstensaft wurde verkostet. |
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Wissen. Am 1. Mai-Feiertag 1934, also nunmehr vor 82 Jahren, trafen sich die in der Sieg-Rheinischen Germania Brauerei tätigen Mitarbeiter zu einer Betriebsversammlung.
Diesen Tag hatten die damaligen Machthaber im Jahr zuvor als gesetzlichen „Feiertag des deutschen Volkes“ eingeführt. Der "Tag der Arbeit" dessen Ursprung auf das Jahr 1886 und die Arbeiterbewegung in Chicago zurückgeht, wurde wie so vieles von den Nazis missbraucht. Als sie 1933 diesen Tag festlegten, wurden anschließend sofort alle Gewerkschaften gleichgeschaltet und anschließend verboten. 1946 wurde der "Tag der Arbeit" vom Kontrollrat der Allierten genehmigt und der 1. Mai wird in vielen Ländern der Erde gefeiert.
Die Fotoaufnahme entstand im so genannten Gebäuderaum „Schalander“ der Brauerei, welcher sich auch als Versammlungsort für solche Veranstaltungen anbot und wo zudem der Gerstensaft aus eigener Produktion direkt verkostet werden konnte. Auch diese wohl vorwiegend der Geselligkeit dienende Räumlichkeit musste im Zuge früherer Abrissarbeiten für eine Neugestaltung des alten Brauereigeländes weichen, für dessen Werkskomplex der Grundstein bereits im Jahre 1875 gelegt wurde.
Der Wissener Schützenverein von 1870, aus dessen Archiv die Fotoaufnahme stammt, zählte nachweislich zu den ersten Kunden der heimischen Brauerei, obwohl zu jener Zeit zu den alljährlichen Schützenfesten vorwiegend Moselweine angeboten wurden, aber auch das hat sich, wie so vieles, inzwischen geändert.
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Nachricht vom 06.05.2016 |
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