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Nachricht vom 02.09.2010
Region
Etzbach ist der "Solar-Champion" im Kreis
Die Grundfarben der Dächer ändern sich rasant - immer mehr Anlagen für eine direkte Energiewandlung der Sonnenstrahlung in Elektrizität werden installiert. Und Etzbach ist im Kreis Altenkirchen führend. Schürdt folgt kurz darauf. Das sagt die Rangliste der "Solar-Bundesliga" in einer besonderen Wertungstabelle für das AK-Land aus. Bundesweit bewegt man sich allerdings nur im Mittelfeld.
 BUZ: Die größte Photovoltaikanlage im nördlichen Rheinland-Pfalz steht in Etzbach. Auf den Dächern im Industriepark (im Bild ein Teil der Flächen) sind dies 25.000 Quadratmeter, was 5 Fußballfeldern entspricht.  Foto: Rolf-Dieter Rötzel Kreis Altenkirchen. Nirgendwo im Kreis Altenkirchen sind pro Kopf der Bevölkerung so viele Solarmodule und Kollektoren installiert wie in der Ortsgemeinde Etzbach. Dies geht aus der ak­tuellen Rangliste der Solar-Bundesliga, dokumentiert in einer besonderen Wertungstabelle für den heimischen Landkreis, hervor.
Doch was verbirgt sich hinter der seit bereits zehn Jahren bestehenden "Solar-Bun­desliga"? Wer kennt sie? In dieser Liga geht es um "so­lare" Spitzenbegegnungen und sie hat mit 1558 beteiligten Städten und Gemeinden - die wie in den anderen Ligen um Punkte und Titel kämpfen - das größte Teilnehmerfeld.
Die Solar-Bundesliga ist eine bundesweite Initiative zur Er­fassung der Leistung aller in der Bundesrepublik erbauten Solar- und Photovoltaikanlagen, gerechnet auf die Einwohner. Veranstaltet wird sie von der Fachzeitschrift "Solarthemen" in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe.
Die Rangliste der Solar-Bun­desliga wird anhand der Kollektorfläche pro Einwohner bei der Solarwärme und der pro Kopf installierten Kilowatt beim Solarstrom ermittelt. Sie ist in verschiedene Wettbewerbe entsprechend der Einwohnerzahlen aufgeteilt. Wie bei den großen Vorbildern im Sport gibt es auch einen "Herbstmeister".
In der "Kreisliga" für den Landkreis Altenkirchen sind 12 Orte "aktiv", davon mit dem Kreissieger Etzbach, Bruchertseifen, Roth und Hamm ein Drittel aus der Verbandsgemeinde Hamm.
Bürgermeister Rainer Butt­stedt und Ortsbürgermeister "Kreissieger" Wolf-Dieter Stuhlmann (Etzbach), gleich­zeitig auch Erster VG-Beige­ordneter, zeigten sich erfreut über die Entwicklung und die gute Positionierung des Hammer Landes bei umweltfreundlichen Energiequellen. Nicht die große Politik verändere etwas, sondern die Menschen vor Ort. Mit Hilfe der Initiative "Solar-Bundes­liga" werde transparent dargestellt, welche Verbreitung Photovoltaik und Solarthermie bereits erlebt hat und weiterhin erlebt.

Wie werden die Punkte errechnet?
Photovoltaik: 3 Watt pro Einwohner = 1 Punkt. Aus Großanlagen über 250 kW gehen maximal 40 Punkte pro Kommune in die Wertung ein. Solarthermie: 1 Quad­ratdezimeter pro Einwohner = 1 Punkt, unverglaste Absorber werden mit 70 Prozent ihrer Fläche gewertet. Die beiden Daten werden addiert. Hinzu kommen Bonuspunkte, die eine ausgeglichene Entwicklung der beiden Teilbereiche Solarstrom und Solarwärme be­lohnen. Der Bonus ergibt sich aus dem doppelten geometrischen Mittel der beiden Teilpunktzahlen (Quelle: Solarbundesliga).

Rangliste der "Solar-Kreis­liga" für den Landkreis Al­tenkirchen
1. Etzbach (75 Punkte), 2. Schürdt (72), 3. Hövels (70), 4. Weyerbusch (52), 5. Hem­melzen (34), 6. Bruchertseifen (12), 7. Roth (11), 8. Bir­ken-Honigsessen und Hamm (beide 9), 10. Hilgenroth (8), 11. Seifen (6), 12. Altenkirchen (3). In der Solar-Bun­des­liga rangieren Etzbach auf Platz 613, Schürdt auf Platz 631 und Hövels auf Platz 638 von insgesamt 1558 Städten/Ortschaften. (Rolf-Dieter Rötzel)
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